Regensburger Domspatzen kommen nach Marienfeld



Vor 800 Jahren ist die Klosterkirche in Marienfeld geweiht worden. Eine Jubiläumswoche ist vom  29. Oktober bis 6. November geplant.

Vor der Marienfelder St.-Marien-Kirche, die vor 800 Jahren geweiht wurde: (v. l.) Daniel Brockpähler (Mitglied des Pfarreirats und des Heimatvereins), Kirchenmusiker Andreas Müller, Birgit Tanto (Kirchenvorstand), Alfred Bisping (Vertreter der Vereine) und Matthias Piontek (Pastoralreferent in der Pfarrei St. Lucia). Foto: Grund

Marienfeld (gg) - Vor 800 Jahren ist die Klosterkirche St. Marien in Marienfeld geweiht worden. Um das gebührend zu feiern, findet von Samstag, 29. Oktober, bis Sonntag, 6. November, eine Jubiläumswoche mit verschiedenen Veranstaltungen statt. 

Viele Veranstaltungen unter dem Motto „Mehr als nur Steine“

Bei einer Probe der Regensburger Domspatzen, die am Samstag, 22. Oktober, ab 19 Uhr in Marienfeld zum Weihejubiläum ein Konzert geben werden.Unter dem Motto „Mehr als nur Steine“ werden kurze Frühschicht-Andachten mit anschließendem Frühstück, eine Fackelwanderung, eine Ausstellung, Stationsläufe, Gottesdienste, ein Improvisationskonzert, ein Begegnungsabend und ein Vortrag sowie ein Filmabend stattfinden. Zudem wird das Weihejubiläum bis zum Jahresende von einem Konzertreigen begleitet. Herausragend dabei wird der Auftritt der Regensburger Domspatzen am Samstag, 22. Oktober, ab 19 Uhr, sein.

Anderthalb Jahre haben die Mitglieder des Vorbereitungskreises mit Pastoralreferent Matthias Piontek (Pfarrei St. Lucia), Birgit Tanto (Kirchenvorstand), Kirchenmusiker Andreas Müller, Daniel Brockpähler (Mitglied des Pfarreirates und des Heimatvereins sowie Alfred Bisping (Vertreter der Vereine) das Großereignis geplant. Begleitend dazu wurde eine Festschrift erstellt. 

Festschrift erstellt

Darin findet sich außer einem Grußwort von Pfarrer Dr. Franz Josef Backhaus und einem historischen Abriss zur Entstehungsgeschichte der 1185 von Mönchen aus dem Kloster Hardehausen gegründeten und am 5. November 1222 eingeweihten Klosterkirche auch ein Überblick über die Veranstaltungen während der Jubiläumswoche. Die Festschrift liegt ab Ende September in allen Kirchen, Kreditinstituten, im Bürgerbüro sowie in den Geschäften in Marienfeld und Harsewinkel aus. 

Im Rahmen des Weihejubiläums findet auch ein Ökumenischer Seniorennachmittag in Marienfeld statt- und zwar am Mittwoch, 2. November, von 14.30 bis 17 Uhr im Pfarrheim St. Marien am Klosterhof. Alle Senioren sind zu dem Nachmittag mit kurzer Andacht, Kaffee und Kuchen und einem kleinen Unterhaltungsprogramm eingeladen. Der Kostenbeitrag beträgt zwei Euro. Gertrud Himmerich nimmt die Anmeldungen telefonisch entgegen:05247/988934. Alle Angemeldeten erhalten Eintrittskarten, die ihnen im Vorfeld nach Hause gebracht werden.

„Viele Menschen haben Zeit und Kraft investiert, um ein abwechslungsreiches und ansprechendes Programm anlässlich des Weihejubiläums auf die Beine zu stellen. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bedanken“, schreibt Pfarrer Dr. Franz Josef Backhaus in seinem Vorwort. In der Tat sei das Engagement in vielen Gruppen – wie der Kolpingsfamilie, der Katholischen Frauengemeinschaft, dem Heimatverein mit all seinen Abteilungen, der Volkstanzgruppe und der Feuerwehr – groß gewesen, zollte Daniel Brockpähler allen Mitwirkenden für die Gemeinschaftsleistung große Anerkennung. Um möglichst viele Menschen in das Weihejubiläum einzubeziehen, habe man lange an einem generationsübergreifenden Programm getüftelt, so Matthias Piontek. „Bei uns stehen Menschen und Gemeinde im Mittelpunkt. Und das nicht nur zum Weihefest“, so Daniel Brockpähler, der sich wie seine Mitstreiter freuen würde, wenn sich viele Besucher von dem Programm angesprochen fühlen würden.

„Auf den Spuren Marias: Das Leben einer besonderen Frau“

Eine Besonderheit der Jubiläumswoche ist unter anderem die Ausstellung „Auf den Spuren Marias: Das Leben einer besonderen Frau“, die vom 30. Oktober bis 13. November im Kreuzgang der Marienfelder Klosterkirche zu sehen ist. Seit Jahrtausenden wird sie verehrt. Und sie hat der Abteikirche und Marienfeld ihren Namen gegeben: Maria. Sie ist nicht als Himmelskönigin auf die Erde herabgekommen, sondern hat laut Mitteilung einen Lebensweg, der fasziniert: ein normales jüdisches Mädchen, Geflüchtete, Mutter. In einer Ausstellung erzählen biblische Figuren den Besuchern in zahlreichen Szenen vom Leben Marias. 

Ausstellungseröffnung ist am 30. Oktober um 12 Uhr in der Kirche. Mit dabei sein werden Eva Maria Jansen und ihr Team, die die Ausstellung konzipiert haben. Die Öffnungszeiten der Ausstellung vom 30. Oktober bis 13. November: montags bis samstags (außer am Dienstag, 1. November): 9 bis 12 Uhr sowie 15 bis 18 Uhr: An Sonn- und Feiertagen gelten diese Zeiten: 30. Oktober (12.30 bis 16 Uhr; 1. November (12 bis 15.30 Uhr); 6. November (15 bis 18 Uhr), 13. November (12 bis 18 Uhr). Auch Führungen sind möglich. Interessenten melden sich bei Matthias Piontek: 05247/6263640 oder per E-Mail an piontek@bistum-muenster.de. 

Zum Programm 

Samstag, 29. Oktober: 17 Uhr, Fackelwanderung für Familien, Start am Pfarrheim.

Sonntag, 30. Oktober: 10.45 Uhr Messe mit musikalischer Gestaltung; 12 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Auf den Spuren Marias“ mit biblischen Erzählfiguren (30. Oktober bis 13. November), 16.30 Uhr Improvisationskonzert in der Kirche zum Thema „Maria“ mit Christoph Grohmann. 

Montag, 31. Oktober: 6 Uhr Frühschicht und Frühstück; Stationslauf „Kirche mit allen Sinnen entdecken“ für die Marienfelder Kitas und Grundschule (vormittags), 19 Uhr ökumenischer Gottesdienst, 20 Uhr Begegnungsabend, Bürgerhaus. 

Dienstag, 1. November: 6 Uhr Frühschicht und Frühstück, 10.45 Uhr Messe, 16 Uhr feierliche Vesper mit Totengedenken, 19 Uhr spiritueller Vortrag. 

Mittwoch, 2. November: 6 Uhr Frühschicht und Frühstück, Stationslauf Kitas und Grundschule, 14.30 Uhr Seniorennachmittag im Pfarrheim, 19 Uhr Abendgottesdienst, 20 Uhr Filmabend und Begegnung im Bürgerhaus. 

Donnerstag, 3. November: 6 Uhr Frühschicht und Frühstück, Stationslauf, 19 Uhr Abendgottesdienst, 20 Uhr Vortrag „Wenn Steine erzählen könnten – Vom Geist der frühen Zisterzienser“ mit Dr. Norbert Kösler (Westfälische Wilhelms-Universität Münster). 

Freitag, 4. November: 6 Uhr Frühschicht und Frühstück, Stationslauf Kitas und Grundschule, 19 Uhr Jugendgottesdienst, 20 Uhr Begegnungsabend auf dem Klosterhof. 

Samstag, 5. November: 6 Uhr Frühschicht und Frühstück, 19 Uhr Abendlob.

Sonntag, 6. November: 10 Uhr Festgottesdienst mit Bischof Felix Genn, 11.30 bis 14.30 Uhr offener Empfang für alle Bürger, die sich der Gemeinde verbunden fühlen, Klosterforum der Klosterpforte. Die Festwoche endet mit dem diesem großen Empfang.

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