So wird die Harsewinkeler Holzmanufaktur unterstützt


Die Holzmanufaktur in den Räumen der Harsewinkeler Gesamtschule ist schon vielfach ausgezeichnet worden. Jetzt gibt es Unterstützung.

Der Rotary Club Halle unterstützt das Wirken der Holzmanufaktur in der Gesamtschule in den nächsten drei Jahren. Bei der Spendenübergabe: (v. l.) Wolfgang Stieghorst, Horst Neugebauer, Michael Burke, Thorsten Kinner und Dr. Wolfgang Strotmann. Foto: Grund

Harsewinkel (gg) - Der Rotary Club Halle hat sich zu einer finanziellen Unterstützung der Holzmanufaktur Harsewinkel entschlossen. Ende 2018 an den Start gegangen, werden Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in der Holzmanufaktur in zwei Technikräumen der Gesamtschule (beruflich) gefördert. 

Konzept, das ankommt

Dabei dreht sich alles ums Holz – egal ob in der Grundschulwerkstatt oder bei der Ausbildung für Schulabgänger mit Förderbedarf. Für das Konzept ist der gemeinnützige Verein der Holzmanfaktur mehrfach prämiert worden – etwa im September 2020 mit dem Nachhaltigkeitspreis der ostwestfälischen Wirtschaft. Ende 2020 wurde sie in das Programm der ZDI-Schülerlabore aufgenommen. 

All das beeindruckt die Mitglieder des Rotary Clubs Halle. So sehr, dass der Vorstand nun eine Spende in Höhe von 9000 Euro an die Verantwortlichen überreicht hat. Die Förderung läuft über drei Jahre – pro Jahr gibt es also 3000 Euro. So kann ein Tagesgeselle finanziert werden, der als Honorarkraft die Tätigkeiten begleitet.

„Sie wollen Talente entdecken und die Inklusion steigern“

Die Vorstandsmitglieder der Manufaktur mit dem Vorsitzenden Thorsten Kinner, dem pädagogischen Leiter Dr. Wolfgang Strotmann und dem kaufmännischen Leiter Michael Burke freuten sich über die Unterstützung. „Es ist einfach unglaublich, was die Holzmanufaktur schon erreicht hat. Sie wollen Talente entdecken und die Inklusion steigern“, so Rotary-Präsident Horst Neugebauer.

So funktioniert das Ganze

In der Holzmanufaktur werden Schulabsolventen mit besonderem Unterstützungsbedarf praktische Grundtechniken wie Sägen, Bohren oder Schleifen vermittelt. In Zusammenarbeit mit der Fortbildungsakademie der Wirtschaft, der Bundesagentur für Arbeit und Firmenpartnern bietet die Holzmanufaktur als ein von der Handwerkskammer anerkannter Ausbildungsbetrieb eine dreijährige, theoriereduzierte Ausbildung zum Fachpraktiker für Holzverarbeitung an, die mit einer Prüfung abschließt.

 Hierbei erlernen die Auszubildenden im ersten Ausbildungsjahr Wertevermittlung und alle Grundkompetenzen der Holzbe- und -verarbeitung. Das zweite und dritte Ausbildungsjahr verbringen sie in einem Partnerbetrieb, wo sie im Idealfall übernommen werden. Aktuell werden drei Auszubildende von Tischlermeisterin Ute Delbrügge als Werkstattleiterin und dem Gesellen Timo Hülsemann unterrichtet. Dazu kommen zwei Langzeitpraktikanten und drei Schülerpraktikanten von der Gesamtschule.

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