Harsewinkeler Orchester: „Wir sind wieder da – endlich“ 


Wie viele Vereine und Musikgruppen musste auch das Harsewinkeler Kolpingorchester lange Zeit pausieren. Doch nun sind die Musiker wieder da. Und geben Vollgas.

Auch nach einem Jahr Corona-Pause wusste das Harsewinkeler Kolpingorchester musikalisch auf der Sommerkulturbühne im Vielfalt-Biergarten zu überzeugen.

Harsewinkel (joe) - Die Harsewinkeler lieben ihr Kolpingorchester. Das zeigte sich auch am frühen Sonntagabend. Rund 100 Zuhörer genossen im vollen Biergarten der Gaststätte Vielfalt das Konzert der 43 Musikerinnen und Musiker. Das erste nach fast einem Jahr Corona-Pause.

Und auch für das Kolpingorchester war eben dieser Auftritt ein ganz besonderer. Erstmals konnten die Musiker wieder in der Öffentlichkeit vor größerem Publikum spielen. Und so präsentierten sie nach wenigen Proben eine ansprechende und abwechslungsreiche Mischung aus Märschen, Filmmusiken und auch Pop. 

Voll und ganz in ihrem Element: Dirigentin Astrid Kersting.Dirigentin Astrid Kersting war am Ende mehr als zufrieden, wie sie im Gespräch mit dieser Zeitung sagte. Dieser Eindruck täuschte nicht. Es gab ordentlich Applaus.

Besucher müssen auf Zugabe verzichten

Auf die gewünschte Zugabe mussten die Zuhörer allerdings verzichten. Der Grund: der einsetzende Regen. 

Zum mehr als nur unterhaltsamen Programm des Orchesters, das auf dem eigentlichen Parkplatz der Gaststätte verteilt war, zählten mit „Andiamo“ sowie dem „Bon-Jovi-Pop-Rock-Mix“ zwei Uraufführungen. Die neuen Stücke waren ursprünglich für das Frühjahrskonzert im vergangenen Jahr geplant, das aus bekannten Gründen ausfiel.

Renommierte Orchester spielt Lieder der Neuen Deutschen Welle

Die Lieder hatte auch nicht die Leiterin, sondern Co-Dirigent Elmar Jennen ausgesucht. Darüber hinaus spielte das renommierte Orchester unter anderem einen böhmischen Marsch, „Pur in Concert“ oder ein Potpourri aus bekannten Liedern der Neuen Deutschen Welle aus den 80er-Jahren.

 „Wir sind wieder da – endlich“, so Astrid Kersting. „Wir freuen uns am meisten, wieder spielen zu dürfen“, ergänzte sie. 

Lange Pause hat den Aktiven hörbar nichts ausgemacht

Die lange Pause hat den Aktiven hörbar nichts ausgemacht, zumindest nicht musikalisch. Das begeisterte Publikum honorierte das. Während der Pause spendete das amtierende BSV-Königspaar Rebecca Fölling-Wehse und Herbert Fölling dem Orchester 150 Euro. 

Die spontane Unterstützung komme auch der eigenen Tasche, so die Regenten. „Was wäre ein BSV-Schützenfest ohne das Kolpingorchester“, so die Königin. Die unerwartete Spende werde vermutlich dem Jugendorchester zugute kommen, kündigte Thorsten Vorjohann an. 

Guter Klang auf dem Gelände überrascht

Auch der Orchester-Vorsitzende war mit dem Konzert zufrieden. Mitten im Publikum sitzend, hatte auch er keine Fehler gehört und war insgesamt über den guten Klang auf dem Gelände überrascht. Nach einigen Wochen nur draußen im Pfarrgarten probend, üben die Musiker jetzt immer montags im Gewächshaus der ehemaligen Gärtnerei Grothues. Draußen werde es inzwischen schon zu früh dunkel. Und: Der angestammte Probenraum in der Gesamtschule stehe derzeit nicht zur Verfügung, erklärte der Vorsitzende. Vorjohann bedankte sich für die Unterstützung der ehemaligen Gärtnerei 

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