23 Preisträger freuen sich über Blaue Hausnummer



Erstmals hat Herzebrock-Clarholz den Wettbewerb Blaue Hausnummer ausgeschrieben. Gleich 27 Bürger beteiligten sich. 

Bei der Preisübergabe: (v. l.) Bürgermeister Marco Diethelm (CDU), Klimaschutzmanagerin Caroline Hüttemann, Klaus Austermann, Elke Lemke, Johannes Krekeler, Sponsor Alexander Buschsieweke, Markus Hunkenschröder, Reinhard Flaming, André Westermann, Energieberater Matthias Starke und Jens Liermann. Foto Wedel

Herzebrock-Clarholz (gl) - Energieeffizienz und Klimaneutralität gewinnen beim Bau von Häusern oder bei Sanierungsarbeiten immer mehr an Bedeutung. Der Wettbewerb Blaue Hausnummer würdigt und fördert klimafreundliche Baumaßnahmen. Die Aktion fand in diesem Jahr zum zweiten Mal im Kreis Gütersloh statt. 

27 Bewerbungen

Während 2020 sechs Kommunen den Wettbewerb ausgeschrieben hatten, waren in diesem Jahr die anderen sieben an der Reihe – auch Herzebrock-Clarholz. Die Gemeinde verzeichnete bei ihrer ersten Teilnahme 27 Bewerbungen für die Blaue Hausnummer. Davon erhielten 23 Teilnehmer eine Auszeichnung. „Bei den vier anderen Bewerbern lagen leider nicht alle Nachweise vor“, sagt Organisatorin Caroline Hüttemann, Klimaschutzmanagerin der Gemeinde. Bewerben könne sich nur, wer in der Gemeinde wohnt und seine Bauten auf KfW-Effizienzhaus-Niveau gebracht habe.

Zwei Kategorien

Der Wettbewerb ist aufgeteilt in zwei Kategorien, die gefördert werden: Neubauten und Sanierungen. Zwölf Neubauprojekte und elf Sanierungen wurden ausgezeichnet – in diesem Jahr ist das die höchste Anzahl unter den teilnehmenden Kommunen, in denen insgesamt 109 Gebäude ausgezeichnet wurden. Alle 23 Preisträger aus Herzebrock-Clarholz erhalten eine Urkunde und eine individuelle Blaue Hausnummer. Unter den Hausbesitzern wurde außerdem ausgelost, wer weitere Fördergelder erhält. 

Reinhard Flaming auf Platz eins

Am vergangenen Mittwochabend wurden die Preisträger aus Herzebrock-Clarholz in der Josefschule gewürdigt. Reinhard Flaming gewinnt in der Kategorie Neubauten und erhält 1000 Euro Preisgeld. Er baute sich ein KfW-Effizienzhaus 40 plus, inklusive einer Photovoltaikanlage mit Speicher. Ihm folgt Markus Hunkenschröder, der ein KfW-Effizienzhaus 55 mit einer Pelletheizung und Solarkollektoren baute. Er erhält dafür 600 Euro. Klaus Austermann belegt mit seinem KfW-Effizienzhaus 40 plus und einer elektrischen Energiespeicherheizung mit Photovoltaik-Anlage den dritten Platz und erhält dafür 400 Euro. 

Elke Lemke führt bei Sanierung

Das Siegerpodest in den ausgezeichneten Sanierungen führt Elke Lemke an. Für sie standen Heizung- und Fenstererneuerungen an. Dazu wurden Dach, Decke und Fassade gedämmt. „Für mich ging ein Lebenstraum in Erfüllung, dass ich ein Altbau sanieren konnte. „Ich lebe dort jeden Tag überglücklich“, sagt die einzige Frau auf der Siegertreppe. Ihr folgt André Westermann, der mit der Dämmung von Fassade und Decken, einer Fenster-, und Heizungserneuerung mit Optimierung und einer Photovoltaik-Anlage den zweiten Rang einnimmt. Johannes Krekeler ist Drittplatzierter. 

Preisgelder für Gewinner

Die Preisgelder für die Sanierungen sind identisch aufgeteilt, wie in der Neubauten-Kategorie. Die weiteren Preisträger können ihre Hausnummer und Urkunde im Rathaus abholen, erklärt die Gemeinde.

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