Abijahrgang konserviert Momente für die Ewigkeit



Zum zweiten Mal hat an der Von-Zumbusch-Gesamtschule eine Entlassfeier für Abiturientinnen und Abiturienten stattgefunden. 

Und da waren sie weg: Weiße Ballons hat der zweite Abiabschlussjahrgang der Von-Zumbusch-Gesamtschule in den Himmel steigen lassen. Am Samstag wurden 35 Absolventen und Absolventinnen offiziell verabschiedet. Am Abend wurde in Oelde gefeiert. Fotos:Schäfer

Herzebrock-Clarholz (ds)  - Sollte die Schulzeit doch mal in Vergessenheit geraten, hat der zweite Abiturjahrgang der Von-Zumbusch-Gesamtschule eine einfach Möglichkeit, die Erinnerung aufzufrischen. Ein Griff ins Glas und schon hält er „Lieblingsmomente“ in der Hand. Vielleicht zählen zu denen auch die Verabschiedung nach neun Jahren Gesamtschule und der Blick ins Abiturzeugnis.

35 Absolventen verabschiedet

 Ein Hauch von Wehmut gepaart mit Spannung bestimmte die Abschiedsfeier der 35 Absolventen am Samstagmorgen. Zahlreiche Wünsche der Wegbegleiter gab es obenauf. Und eben ein Glas voller „Lieblingsmomente“ aus der Oberstufe, das einige Schüler an ihre Kolleginnen und Kollegen überreichten. Eingebettet in eine kurze Andacht zum Auftakt, begleitet von Gemeindereferentin Jennifer Bochert und dem evangelischen Pfarrer Rainer Moritz. „Ihr seht toll aus“, gab es zum Auftakt ein Kompliment von Schulleiterin Sabine Hengstenberg, die den zweiten Abiabschlussjahrgang in langen Kleidern und Anzügen vor sich sah. 

Widrigkeiten bestens gemeistert

„Ihr und Eure Eltern habt die Schule mit aufgebaut und vieles fest verankert“, dankte sie. „Ihr seid gewachsen mit uns. Und wir mit Euch.“ Gerade angesichts der Widrigkeiten der Corona-Zeit eine Leistung, auf die die Absolventen stolz sein könnten.Auszeichnungen gab es für (v. l.) Eric Pollkötter, Lena Witte, Nils Baxheinrich und Johanna Klodt. „Und jetzt genießt die Freiheit, die Ihr gestalten könnt und auch sollt.“ Dazu gehörte auch – nach dem offiziellen Ende des Schüler-Lehrer-Verhältnisses – auf das Du überzugehen, so Hengstenberg mit einem Augenzwinkern. „Darauf stoßen wir nachher an“, wollte sie die Anfrage der Abiturienten positiv beantworten. Auf die vielfältigen Möglichkeiten, die den Absolventen offen stehen, wies Bürgermeister Marco Diethelm hin. 

Privileg der freiheitlichen Gesellschaft

Und auch, wenn die Welt sich derzeit kompliziert darstelle: „Sie haben die Chance, Dinge zum Guten zu wenden.“ Er rief auf, Talente zu nutzen und einen eigenen Weg zu finden, wenn nötig auch auf Umwegen. Oberstufenleiterin Petra Monkenbusch unterstrich, dass es ein Privileg sei, in einer freiheitlichen Gesellschaft zu leben. Das gelte es zu schätzen und nie zu vergessen. „Das ist ein großer Segen.“ Könne aber auch Belastung sein, da zur Freiheit eben auch Verantwortung gehöre. „Ihr könnt jetzt nicht mehr delegieren“, wandte sie sich an die Absolventen. Die Oberstufenleiterin zeigte sich zuversichtlich: „Ihr habt in der schweren Zeit der Pandemie gezeigt, wie erwachsen Ihr seid. Wenn nötig, könnt Ihr einen Kurswechsel vornehmen. Trefft Eure Entscheidungen auf der Basis der Werte, die Ihr hier mitbekommen habt.“

Absolventen Nils Baxheinrich, Jennifer Becker, Jennifer Becker, Lars Bittner, Nike Blömer, Daniel Boldt, Jannek Bolte, Nina Jeanne Brinkmann, Lara Deinert, Noa Emilia Engbert, Enes Erdem, Jil Erpenbeck, Evelin Funk, Miriam Göcke, Finja Hanewinkel, Robin Niklas Hölscher, Jan Hunkenschröder, Zoé Josephine Irmer, Freda Kaiser, Luis Kintrup, Johanna Klodt, Jule Korsmeier, Kirill Kuhn, Jette Christine Lübbering, Eric Pollkötter, Elias Ge Poon, Malin Rau, Malte Rickel, Christine Schledowez, Milan Sejdic, Sarah Switek, Angelina Wedel, Lena Witte, Phil Luis Wonnemann, Feyza Yavuz.

„Euer großer Zusammenhalt als Stufe hat uns oft imponiert“, stellten Anna Mayer und Stephan Kropp als Stufenleiter fest. Sie erinnerten sich – wohl ebenso wie die Abschlussschülerinnen und -schüler – an viele Begebenheiten insbesondere der Fahrt nach Österreich, bevor sie die Zeugnisse übergaben. Überrascht von der Bitte, auch ein paar Worte zu sagen, sei sie gewesen, so Anke Poon-Hebenstreit.

Abends in Oelde gefeiert

Denn die Zeit, in der sie sich als Elternvertreterin aktiv einbringen musste, sei schon länger vorbei, merkte sie an. „Ihr habt die Dinge allein geregelt“, attestierte sie dem Abijahrgang Selbstständigekit. Sie nutzte die Gelegenheit, einen Appell an den Abschlussjahrgang zu richten: „Sie sind Multiplikatoren. Tragen Sie das Positive, das Sie hier erfahren haben, weiter.“ Es gelte von der Gemeinschaft, vom gutem Umgang miteinander zu erzählen. „Findet heraus, womit Ihr zufrieden seid“, verband sie die besten Wünsche für die Zukunft der jungen Menschen. Die feierten am Abend zusammen mit Eltern und Lehrerschaft in Oelde den Abschluss ihrer Schulzeit.

1,0 für Johanna Klodt

Einen Schlüsselanhänger in Form eines Steuerrads für jeden Absolventen – in Anlehnung an das Motto „Abi heute – Captain Morgan“, einen Schirm mit dem Schullogo für die jungen Frauen und eine Thermosflasche für die jungen Männer: Das gab es als Erinnerung an die Von-Zumbusch-Gesamtschule. Einige erhielten aber weitere Auszeichnungen. Beispielsweise die Jahrgangsbesten. Die Lehrer zeichneten Johanna Klodt, die einen Abidurchschnitt von 1,0 erreichte, und Nils Baxheinrich mit 1,6 aus. Damit nicht genug. Die beiden Absolventen wurden von Fachlehrerin Melanie Kuschke mit dem Abi-Preis für Mathematik ausgezeichnet. Und auch Lena Witte und Eric Pollkötter wurden nach vorn gebeten: Die beiden waren die ersten Schulsprecher der Gesamtschule („Wir haben sie von klein auf begleitet“, so Sabine Hengstenberg) und haben sich darüber hinaus in der Oberstufe besonders engagiert. Applaus aus der Elternschaft gab es für alle.

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