Am „Scharfen Eck“ ist es zu eng



Herzebrock-Clarholz (br) - Die Anlieger im Umkreis des „Scharfen Ecks“ in der Bauerschaft Groppel in Herzebrock-Clarholz haben die Nase voll. Es sind nicht die Bauarbeiten des neuen Kreisverkehrs an sich, die die Groppeler stören, sondern die Probleme mit dem Autoverkehr.

Scherf

Derzeit ist es nur möglich, von der Groppeler Straße aus Richtung Marienfeld kommend in den Tecklenburger Weg Richtung Rheda abzubiegen und in umgekehrter Richtung aus Rheda nach Marienfeld zu fahren. Alle anderen Verbindungen sind durch den Bau des Kreisverkehrs abgeschnitten.

Die einspurige schmale Verkehrsführung, die im rechten Winkel abknickt, ist vor allem für Lastwagen ein großes Problem. Sie kommen nur schwer um die Kurve und nehmen häufig den Baustellenzaun mit, der eigentlich die Straße vom Radweg trennen soll. Dort ist für Fahrradfahrer kaum noch ein Durchkommen. „Vor allem für Kinder ist das viel zu gefährlich“, mahnt eine Anliegerin. Zumindest während der Bauzeit müsste die Kreuzung für Lastwagen, die mehr als 7,5 Tonnen wiegen, gesperrt werden, so ihre Forderung.

Vor einigen Wochen hatte sich am späten Abend sogar ein Schwertransport festgefahren. Die Fahrer mussten Absperrzäune und Baken an der Baustelle zur Seite räumen, um weiterzukommen. Umgefahrene Zäune und Baken sind ein tägliches Bild am „Scharfen Eck“.

Da die Verbindung über Tecklenburger Weg/Groppeler Straße zwischen Herzebrock und Rheda gekappt ist, suchen sich Auto- und Motorradfahrer eigene Abkürzungen. Dabei machen sie auch vor Privatgrundstücken und frisch gesäte Äckern nicht Halt. Um dem Einhalt zu gebieten, hat ein Anlieger bereits einen provisorischen Zaun hinter seinem Garten errichtet. Der hielt bislang zwar Autos ab, zum Motorradtreff an der Brocker Mühle fanden einige Kradfahrer aber am Mittwochabend doch noch ein Schlupfloch und kurvten über die Wiese.

Nur noch für Anlieger freigegeben ist während der Baumaßnahmen die Kuhlmannstraße. Doch auch daran halten sich viele Kraftfahrer nicht. Die Groppeler jedenfalls wünschen sich verstärkte Polizeikontrollen.

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