Keine Amokdrohung in Herzebrock, aber krude E-Mails




Die Amokdrohung an der Herzebrocker Gesamtschule entpuppte sich als Fehlinformation der Polizei. trotzdem wurde die Schule angegriffen - und zwar von Hackern.

Die Gesamtschule in Herzebrock wurde mit einem Amoklauf bedroht. Sie war nicht die einzige Schule im Kreis Gütersloh.

Herzebrock-Clarholz (rast) - Amokdrohung an der Von-Zumbusch-Gesamtschule in Herzebrock: Das hat die Polizei am Donnerstagabend auf Nachfrage bestätigt. Die Schulleitung stellt nun klar: Es hat keine Bedrohung gegeben. Wohl aber eine E-Mail mit krudem Inhalt an alle 800 Schüler der Bildungseinrichtung.

Polizei erklärt sich

„Dann hat der Kollege es wahrscheinlich unpräzise formuliert“, sagt Polizeisprecherin Katharina Felsch am Freitag auf Nachfrage. Schulleiterin Sabine Hengstenberg betont: „Es hat an der Gesamtschule definitiv zu keiner Zeit eine Amokbedrohung gegeben.“

Richtig ist, dass der Online-Zugang zur Lernsoftware iServ eines Schülers der Gesamtschule gehackt wurde. Und über das E-Mal-Konto haben die Hacker E-Mails an die 800 Schüler der Gesamtschule verschickt, berichtet Sabine Hengstenberg. Katharina Felsch beschreibt den Inhalt der Mails so: „Kruder Kram mit kryptischem und zusammenhanglosem Inhalt.“ Es sei ein bisschen verrückt, ein bisschen gefährlich und mit beleidigenen Formulierungen.

Laut der Schulleitung wird außerdem ein Link verbreitet zu Discord, einem Onlinedienst für Instant Messaging, Chat, Sprachkonferenzen und Videokonferenzen, der ursprünglich für Computerspieler geschaffen wurde, verschickt.

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