Analyse soll Energiebilanz des Quartiers aufzeigen



Beim Quartierskonzept steht die Energie im Fokus. Mit Fördermitteln soll dieses jetzt für das Baugebiet Postweg-Mitte erarbeitet werden.  

Bis die ersten Kräne im künftigen Baugebiet Postweg-Mitte stehen, wird es noch dauern. Am Montagabend beschloss der Planungsausschuss, ein Quartierskonzept erstellen zu lassen, was rund weitere drei Monate in Anspruch nimmt. Allerdings hätte die Kommune ohnehin mehrere Einzelgutachten anfertigen müssen. Foto: dpa

Herzebrock-Clarholz (ds) -  Ein integriertes energetisches Quartierskonzept für das neue Baugebiet Postweg-Mitte soll her. Ein sperriger Begriff, hinter dem sich eigentlich Handfestes verbirgt. Denn grundsätzlich geht es um die Art der Energieversorgung, Klimaschutz, Potenziale zur Energiegewinnung oder auch die Verbesserung der Mobilität. Und das nicht nur bezogen auf ein Gebäude, sondern ganze zusammenhängende Gruppen, eben Quartiere.

Kosten von 90 000 Euro

Ein umfassendes Konzept, das die Kommune mit Hilfe externer Planer erstellen will. Finanziell gefördert von der KfW-Bank. Insgesamt soll das Projekt 90 000 Euro kosten. Die Gemeinde muss 22 500 Euro selbst übernehmen. Realisiert werden soll das Konzept nur, wenn eine Bewilligung entsprechender Fördermittel erfolgt. Darauf einigte sich der Planungsausschuss am Montagabend. Ohnehin hätte die Kommune mehrere Einzelgutachten zu dem Baugebiet erstellen müssen. Sei es zum kalten Nahwärmenetz, das in der Überlegung ist, oder zur angeregten Photovoltaikpflicht, deren Möglichkeiten und Grenzen am konkreten Beispiel des Bebauungsplanes aufgezeigt werden sollten. Der finanzielle Aufwand für die Kommune sei jeweils ähnlich, so Michael Brands vom Bauamt.

Rahmen wird breiter gesteckt

Der Rahmen für das Quartierkonzept wird nicht unmittelbar um das künftige Baugebiet gesteckt. „Es bezieht umliegende Flächen mit ein“, so Brandes in der Sitzung des Fachausschusses. Was zwingend zu dem Konzept gehört, regelt die KfW: eine Ausgangsanalyse, bei der die maßgeblichen Energieverbraucher im Quartier betrachtet werden. Dabei sind Klimaschutzkonzepte oder auch Denkmäler zu beachten. Diese Analyse muss auch eine Gesamtenergiebilanz des Quartiers ausweisen. Zielaussagen müssen getroffen, ein Maßnahmenkatalog aufgestellt werden. Auch Hemmnisse auf dem Weg zum Ziel müssen benannt werden, inklusive möglicher Handlungsoptionen. 

Drei Monate gehen ins Land

„Das Thema Energie wird einmal von vorne bis hinten abgearbeitet“, so Bürgermeister Marco Diethelm (CDU). Er denkt, dass sich daraus auch Grundlagen für weitere, künftige Baugebiete ergeben. Die Entwicklung des Baugebiets Postweg-Mitte dauert bereits relativ lange. „Wie wirkt sich das Konzept in den Planungen auf den zeitlichen Rahmen aus?“, fragte dann auch CDU-Ratsherr Bernhard Petermann. Eine weitere Sitzungsrunde werde das schon dauern, so Michael Brandes, also maximal drei Monate. Und wenn keine Fördermittel fließen werde durch die Gemeinde ohnehin auf das „kleine Paket“ mit den Einzelgutachten zurückgegriffen.

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