Anspruch und Unterhaltung musikalisch verbunden


Der Auftakt zur Konzertreihe des Ökumenischen Arbeitskreises Kirchenmusik ist gelungen. Weiter geht es am 14. August. 

Anerkennung wurde den Musikern Siegfried Buske (links) und Eckard Vincke für die Konzertgestaltung zuteil. Foto: Heumüller

Herzebrock-Clarholz ( heu) - Eine gute Stunde bester Unterhaltung hat der Ökumenische Arbeitskreis Kirchenmusik in Herzebrock allen Musikbegeisterten jüngst mit einem glänzenden Konzert für Orgel und Trompete in der Pfarrkirche St. Christina geboten. Eckard Vincke, Bereichsleiter Blechbläser an der Musikschule für den Kreis Gütersloh, und Kantor Siegfried Buske hatten dazu ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, in dem sich sowohl große Namen aus der Musikgeschichte als auch Vertreter zeitgenössischer Musik fanden. 

Viel Anerkennung und Beifall

Dass ihnen dafür erneut viel Anerkennung und Beifall sicher war, ist kein Zufall, verstehen sie es doch mit sicherem Gespür, anspruchsvolle Literatur und hohen Unterhaltungswert miteinander zu verbinden. Das ließ schon die Trumpet Tune in B von Henry Purcell, einem Bläser-Ohrwurm aus dem späten 17. Jahrhundert, erwarten und fand gleich darauf seine Bestätigung durch die viersätzige Sonata VIII von Arcangelo Corelli. Da fiel es nicht schwer sich auszumalen, warum der mit Ehren überhäufte Maestro schon Könige und Kirchenfürsten zu seinen Bewunderern zählte. Bekanntgeworden ist der Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ von Philipp Nicolai vor allem durch den vierstimmigen Satz von Bach. 

Zeitgenössische Tonsetzer

Dort war er in einer Bearbeitung von Christoph Graupner zu hören. Bachs Choral „Jesus bleibet meine Freude“ (aus BWV 147) rundete die Zeit des Barocks ab und machte Platz für die üppigen Harmonien der Sonate für Trompete und Klavier des Dänen Thorvald Hansen aus dem 19. Jahrhundert. Mit dem Rondino von Alan Street und dem Benedictus aus der Missa brevis des Niederländers Jacob de Haan, einem der meistgespielten Blasmusikkomponisten der Gegenwart, waren zeitgenössische Tonsetzer vertreten. Die immer noch fantastisch-mystische romantische Suite Gothique, von Léon Boellmann, war ein Paradestück für die beiden Protagonisten des Abends und ein wohlschmeckendes musikalisches Schmankerl für die Zuhörer krönte den rundum gelungenen Konzertabend in der Pfarrkirche St. Christina.

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