CJD-Kita-Kinder kochen nachhaltig und frisch 


Im Zuge der Entdeckerwochen zog es die CJD-Kita-Kinder an den Herd. Ein Projekt, das bei allen Beteiligten gut ankam.  

Das Projekt „Klimafreundliches Kochen“ im Rahmen der Entdeckerwochen des Kreises Gütersloh soll das Bewusstsein der Kinder für den Klimaschutz stärken. Foto: Baum

Herzebrock-Clarholz (reba) -  Selbst zubereitetes Essen schmeckt am besten: Da waren sich die älteren Kinder der CJD-Norbert-Kindertagesstätte einig. Im Rahmen der Entdeckerwochen – Natur und Technik, Energie, Klima und Umwelt des Kreises Gütersloh – wurde an verschiedenen Grundschulen, Kindergärten und Kitas im Kreis vegetarisch und klimafreundlich gekocht. So nahmen auch die 23 Mädchen und Jungen aus Clarholz an dem Projekt teil. 

„Emilio“ ist dabei

„Wir wollen heute klimafreundlich kochen“, sagte Kim Nadine Ortmeier, Mobilitätsmanagerin beim Kreis Gütersloh zu den Clarholzer Kindern. Gemeinsam mit dem Bildungsbüro veranstaltete sie mit Ingrid Weitzel die Entdeckerwochen. Mit dabei auch Wolfram Halfar von der vegetarischen Küche „Emilio“ aus Bielefeld-Eckardtsheim. Diese versorgt seit 1998 Schulmensen und Kindergärten mit vegetarischen Mittagessen. Alle Zutaten stammen aus kontrolliert-biologischem Anbau. Auf Zusatzstoffe, Geschmacksverstärker, Stabilisatoren und Convenience-Produkte wird bewusst verzichtet. Wo kommen die Lebensmittel her, wo wachsen Lebensmittel, wie ist dann der Transportweg und warum sollte man eher saisonal kaufen und nicht die Erdbeeren zu Weihnachten? 

Antworten auf viele Fragen

Auf all diese Fragen hatte Kim Nadine Ortmeier eine Antwort und sensibilisierte die Kinder für klimafreundliches Kochen. Ortmeier erklärte: „Wenn man für den oft langen Transportweg Benzin und Treibstoff benötigt, kommen aus den Transportfahrzeugen viele Abgase heraus. Es ist besser, wenn man einen Apfel von nebenan pflückt oder einen eingelagerten Apfel nimmt als eine Banane aus Afrika, dann ist die Klimabilanz deutlich besser.“ Sie hofft, dass das Gelernte auch in die Familien getragen wird. Im Norbert-Kindergarten stand ein Drei-Gänge-Menü auf dem Plan: als Vorspeise Rohkost mit Kräuterquark, als Hauptgang Ofenkartoffeln mit Käse überbacken und Möhren in Tomatensoße und als Nachtisch ein Apfelcrumble. Diesen durften auch die anderen 53 Kinder der Kita probieren. 

Verwendung saisonaler Produkte

 „Wir kochen saisonal und versuchen wirklich Produkte zu nehmen, die es jetzt gerade gibt. Lebensmittel, die nicht in Deutschland wachsen, die gibt es einfach bei uns nicht“, so Kim Nadine Ortmeier. Mit voller Konzentration und viel Neugier bereiteten die Mädchen und Jungen die Gerichte zu und übten die Motorik mit Messer und Sparschäler beim Zubereiten der Bio-Produkte von Äpfeln über Kartoffeln bis hin zu Kohlrabi. „Angebote in der Küche kommen bei den Kindern immer gut an. Wir haben vorab schon über das Thema nachhaltige Lebensmittel gesprochen. So verzichten die Kinder schon seit mehreren Wochen auf einzeln verpackte Lebensmittel in ihrer Brotdose“, so die Leiterin der CJD-Kindertagesstätte und des Verbundfamilienzentrums Herzebrock-Clarholz Norbert-Kindergartens Birgit Streffer.

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