Clarholzer wollen lebendiges Ortszentrum



Herzebrock-Clarholz (gl) - Interessante Fragestellungen haben im Mittelpunkt des ersten Bürgerworkshops für das städtebauliche Entwicklungskonzept gestanden. Eingeladen hatte der Fachbereich Planen, Bauen und Umwelt. Die Moderation übernahm das Stadtplanungsbüro Tischmann und Schrooten.

 Stadtplanerin Tanja Schrooten, die mit den Mitarbeiterinnen Maren Dinter und Johanna Schoppengerd gekommen war, machte den Interessenten klar, dass es um ihre Meinung und ihre Ideen geht. Gut 40 Bürger waren zur Ortsbegehung entlang der B 64 erschienen, die auf dem Grundstück des ehemaligen Betriebes Gildemeister begann. Der Blick fiel natürlich auch auf das Anwesen Bakenfelder, auf dem das Busunternehmen eingestellt wurde.

Kritisch angemerkt wurde die fehlende Sicherheit für den Bahnübergang Lindenstraße, insbesondere für Fußgänger bei Annäherung des Zugs. Der ehemalige fleischverarbeitende Betrieb Schlösser steht zurzeit im Fokus, weil hier ein Lebensmittelmarkt entstehen soll. An der Lindenstraße wurde die positive Gestaltung im Bereich des Marktplatzes in Verbindung mit der Holzhofstraße hervorgehoben. Für sinnvoll erachtet wurde eine städtebauliche Weiterentwicklung des Bereiches östlich des Marktplatzes. Das „lebendige“ Ortszentrum am Marktplatz müsse gestärkt werden.

Die Erarbeitung weiterer Aspekte wurde in der Aula der Wilbrandschule fortgesetzt. „Wie würden Sie aus Ihrer Sicht das Ortszentrum Clarholz abgrenzen?“ Jeder Teilnehmer hatte in der Aula der Wilbrandschule Gelegenheit, für sich die Antwort auf einer Karte einzutragen. „Was gefällt Ihnen in Ihrem Ortszentrum?“ Das Leben am Marktplatz, auf dem auch die zahlreichen Ortsfeste gefeiert werden – der Kirchplatz und die Klosteranlage. „Was fehlt Ihnen im Zentrum?“ Beklagt wurden der Rückgang des Warenangebots im Einzelhandel und die Trennungswirkung von B 64 und Bahnlinie. Zahlreiche Fragen und Anregungen wurden von den Mitarbeiterinnen des Stadtplanungsbüros auf Kärtchen notiert und an die Stellwände geheftet.

Alles wird jetzt fachlich ausgewertet und in den weiteren Planungsprozess einfließen. Der nächste Bürgerworkshop befasst sich am Montag, 11. April, ab 17.30 Uhr mit der künftigen Entwicklung in den Wohngebieten. Gestartet wird mit einer einstündigen Radtour zu beispielhaften Wohnquartieren ab Wilbrandschule. Umbaumaßnahmen an vorhandenen Gebäuden, Baulückenschließungen und Nachverdichtung heißen dann die Stichworte.

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