Diskussion um Preise des Herzebrocker Hallenbads



Um mehr Familien ins Hallenbad zu locken, will die UWG eine Familienjahreskarte einführen. Es gibt aber Kritik an der Forderung.

Damit mehr Familien das Hallenbad nutzen, fordert die UWG für sie eine Jahreskarte. Foto: Sauter

Herzebrock-Clarholz (lw) - Um mehr Besucher ins Hallenbad in Herzebrock zu locken, fordert die UWG eine Familienjahreskarte. Auch wenn die anderen Mitglieder des Betriebsausschusses am Dienstag die Intention des Antrags grundsätzlich begrüßten, gab es aber auch einige kritische Stimmen – vor allem, was eine mögliche Minderung der Einnahmen betrifft. 

190 Euro soll die Familienjahreskarte für zwei Elternteile mit allen Kindern nach Vorstellung der UWG kosten. 150 Euro wären für Alleinerziehende mit allen Kindern pro Jahr fällig. Bisher – so die Rechnung der UWG – müssten zwei Erwachsene und zwei Kinder insgesamt 500 Euro für Jahreskarten berappen. 

Bürgermeister befürchtet Wegfall von Einnahmen

Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) sah in dem Konstrukt zwei Herausforderungen. „Es könnte gut sein, dass dann Besucher von der Dauer- auf die Familienjahreskarte umspringen. Dann würden uns Einnahmen entgehen“, sagte er. Auch sei es schwierig, sicherzustellen, dass Karten für Alleinerziehende auch wirklich nur von dieser Gruppe genutzt würden. „Will ich das überprüfen?“, stellte er die Frage in den Raum. 

Sein Vorschlag, stattdessen eine Familientageskarte einzuführen, fand bei der UWG keinen Anklang. „Wir wollen ja, dass die Familien häufiger ins Hallenbad gehen. Wenn sie schon einmal für eine Jahreskarte bezahlt haben, nutzen sie das Angebot wahrscheinlich auch öfter“, sagte Patrick Projahn. Einig wurde man sich im Betriebsausschuss nicht. Stattdessen sollen dieses Jahr nochmal alle Eintrittspreise im Fachgremium diskutiert werden.

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