Ehemalige Gaststätte soll  als Übergangskita dienen 



Ein Standort für eine Übergangslösung für die Kita scheint gefunden. Sie soll im ehemaligen Schlüters eine vorläufige Bleibe finden. 

In den Räumen der ehemaligen Gaststätte Schlüters an der Greffener Straße soll eine Kita für den Übergang bis zur Nutzung eines Neubaus entstehen. Die Dauer für diese Überbrückungslösung wird seitens der Verwaltung auf mindestens zwei Jahre geschätzt. Foto: Schäfer

Herzebrock-Clarholz (ds) - Im Oktober 2019 wurde das letzte Bier im Schlüters an der Greffener Straße gezapft. In absehbarer Zeit sollen im früheren Thekenbereich Kinder spielen. In den Räumen der ehemaligen Clarholzer Traditionsgaststätte wird eine Übergangskita eingerichtet. 

Man sei „handelseinig“

So ist zumindest der Plan und nach Auskunft von Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) ist man sich mit der Eigentümerfamilie auch „handelseinig“ geworden. Das alles vor dem Hintergrund, dass in der Kommune Kindergartenplätze fehlen. Und zwar so viele, dass der Bedarf allein durch die Erweiterung bestehender Kitas nicht gedeckt werden kann. Als Träger für eine neue Einrichtung, die in Clarholz auf dem Grundstück ehemals Huckenbeck/Liermann entstehen könnte, wurde im März Global Education aus Münster auserkoren. Und sie soll auch Träger der Übergangslösung sein. Als Standort für die Überbrückungszeit bis zur Eröffnung eines Neubaus kam das Schlüters in Frage. „Mit den Eigentümern konnte hierüber Einigung erzielt werden“, heißt es in einer Vorlage für den Fachausschuss, der am Mittwoch, 18. Mai, tagt.

Landesjugendamt positiv gestimmt

 Ein positives Votum gab es nicht nur vom Träger, sondern auch vom Landesjugendamt, das das Gebäude grundsätzlich als geeignet eingestuft hat – vorausgesetzt, entsprechende Umbaumaßnahmen finden statt. Von denen macht sich bereits ein Architekt ein Bild, der vom künftigen Träger beauftragt wurde. Ein Entwurf befinde sich bereits beim Landesjugendamt, das noch seine finale Zustimmung erteilen muss. Einbezogen wurde auch das Bauamt des Kreises Gütersloh, dass dem Vorhaben laut Verwaltung positiv gegenüber steht. Vorgesehen sei, so die Verwaltung, den früheren Thekenbereich, das angrenzende Gastzimmer zur Marienfelder Straße sowie eine im Obergeschoss liegende Wohnung zu nutzen. Im Obergeschoss sollen künftig zwei Gruppen, im Erdgeschoss eine Gruppe einziehen. 

Zwei Fragezeichen bleiben 

Auch wenn die Umbaumaßnahmen mit einigen Hunderttausend Euro zu Buche schlagen würden: Schwierigkeiten bei der Finanzierung sieht das Gemeindeoberhaupt eigentlich nicht. Und zwar angesichts der Refinanzierung über die Miete oder auch Geld, das von Land und Bund fließt. Aber wird man die Handwerker kurzfristig bekommen? „Das ist eine spannende Frage“, so Diethelm. Und wenn die Arbeiten erlegt sind, dann braucht es auch Personal. „Und wir wissen, wie angespannt die Lage in Sachen Fachpersonal ist“, bedauert Marco Diethelm – und hofft, dass es einfach anders kommt und sich alles fügt.

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