Eine-Welt-Laden  spendet Erlöse 



Die Kundschaft im Pfarrzentrum St. Christina blieb aus. Jetzt ist der Eine-Welt-Laden auf dem Wochenmarkt in Herzebrock-Clarholz vertreten.

Das Team des Eine-Welt-Ladens bietet die Waren nun am Stand auf dem Wochenmarkt an, da die Kundschaft im Pfarrzentrum St. Christina ausblieb. Das Foto zeigt: (v. l.) Gisela Herden, Marita Feldmann, Elfride Füchtenhans und Maria Stükemeier. Foto: Sauter

Herzebrock-Clarholz (rs) - Faire Preise und faire Bezahlung – und zwar weltweit. Dieses Ziel verfolgen die Verantwortlichen des Eine-Welt-Ladens in Herzebrock-Clarholz. Weil die Kundschaft im Pfarrzentrum St. Christina ausblieb, gibt es nun einen Verkaufsstand auf dem Herzebrocker Wochenmarkt. 

„Die heimischen Produzenten bekommen einen erhöhten Preis, und zwar weltmarktunabhängig“, erläutert Gisela Herden das Geschäftsmodell des Eine-Welt-Ladens. Um Profit ginge es hierbei nicht, sondern um Werte. 

Bewusstsein schaffen 

Der Eine-Welt-Laden bezieht seine Produkte hauptsächlich über die Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der dritten Welt. „Dort erhalten die Erzeuger für ihre Produkte gerechtere Preise als auf dem Weltmarkt“, sagt die Ehrenamtliche. Auch würden den Produzenten, die in Lateinamerika und Afrika Kaffee- und Kakaobohnen anbauen, langfristige Abnahmegarantieren zugesprochen. Nun bieten die Ehrenamtlichen ihre Waren auch auf dem Wochenmarkt im Herzebrocker Ortskern an. Einmal, weil der Verkauf im Pfarrzentrum St. Christina wegen den Corona-Maßnahmen nicht möglich war. Aber auch, „um nochmal andere Menschen aufmerksam zu machen“, erklärt Marita Feldmann. Im Gespräch mit Interessierten und Marktbesuchern könne man nochmal Informationen verbreiten, sagt sie. „Ja, es findet dann eine Art Bewusstseinsbildung bei den Leuten statt, für das, was wir hier machen“, sagt Gisela Herden. 

Laden bleibt geöffnet

Die Erlöse aus den verkauften Artikeln fließen vollständig in Organisationen, die soziale Projekte betreuen. „Wir vom Eine-Welt-Laden erhalten keine Aufwandsentschädigung, sondern machen das ehrenamtlich“, erklärt Gisela Herden. Die Ehrenamtlichen sind froh, dass sie den Stellplatz auf dem Wochenmarkt betreiben können. „Schön ist auch, dass wir keine Stellgebühren abgeben müssen“, sagt Elfride Füchtenhans. Selbstverständlich sei das Marktgeschehen wetterabhängig. Aber bei gutem Wetter sind die Frauen mit ihrem Stand jeden Mittwoch- und Freitagmorgen in Herzebrock vertreten. „In der Regel ist ab jetzt auch sonntags der Laden im Pfarrzentrum St. Christina wieder geöffnet“, sagt Gisela Herden. 

Angebot von fairen Produkten

Im Angebot stehen Kaffee und Schokolade mit Bohnen aus Lateinamerika und Afrika. Aber auch Filz- und Wolltaschen aus Nepal. Ebenso findet man Geschirrtücher und Untersetzer aus Indien im Eine-Welt-Laden und am Stand auf dem Wochenmarkt. Auch freut sich der Arbeitskreis jederzeit über Menschen, die sich unterstützend einbringen möchten. Weitere Informationen gibt es am Verkaufsstand auf dem Wochenmarkt oder im Pfarrzentrum St. Christina.

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