Erster Schritt in Richtung Rewe-Markt



Herzebrock-Clarholz (br) - Der Gemeinderat ist der Empfehlung des Planungsausschusses gefolgt, den Bebauungsplan „Schlösserweg“ aufzustellen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Vorhabenträger (Investoren oder Bauherren) vertraglich zur Übernahme der externen Planungskosten verpflichtet werden.

Rewe

So sieht es der Beschluss vor. Ein erster Schritt zur Ansiedlung eines neuen Rewe-Markts auf dem Areal der ehemaligen Firma Schlösser in Clarholz ist damit getan.

„Schlösser hat angekündigt, die Kosten zur Hälfte übernehmen zu wollen“, hatte Bürgermeister Jürgen Lohmann zu Beginn der Ratssitzung am Mittwochabend in der wieder einmal voll besetzten Aula der Wilbrandschule mitgeteilt.

Dieses Zugeständnis war den Ratsmitgliedern allerdings zu wenig. „Die Kostenübernahme muss feststehen, sonst sollten wir den Tagesordnungspunkt zurückstellen“, sagte Albert Waltermann. „Jetzt schon zu pokern, ist nicht gut“, befand der CDU-Ratsherr.

Auch der UWG-Vorsitzende Günter Wittkowski betonte: „Die Kostenfrage muss geklärt sein.“ Anders sah das seine Fraktionskollegin Jutta Jostkleigrewe-Vielstädte: „Schlösser hat klar gesagt, dass er nur die Hälfte der Kosten tragen will. Da ist doch klar, wie wir zu entscheiden haben“, fand die stellvertretende Bürgermeisterin.

Voraussetzung für das Aufstellen des Bebauungsplans müsse die volle Übernahme der Kosten sein, forderte FDP-Ratsherr Martin Tiggemann – genauso wie in der Beschlussempfehlung des Planungsausschusses vorgesehen. Vor diesem Hintergrund folgte der Gemeinderat nicht dem Antrag von Albert Waltermann, den Tagesordnungspunkt zu verschieden. Bei zehn Gegenstimmen der CDU und vier Enthaltungen wurde für das Aufstellen des Bebauungsplans gestimmt.

Bürgermeister Jürgen Lohmann hatte zuvor noch einmal begründet, warum auch er gegen den Bebauungsplan gestimmt hatte: „Vor dem Hintergrund des Einzelhandelsgutachtens reicht die Kaufkraft in Clarholz nicht aus, um einen weiteren Markt zuzulassen“, so der Bürgermeister. Die Mehrheit des Gemeinderats sah das allerdings anders.

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