Erweiterung der Ludgerus-Kapelle wird 100 Jahre alt



Die Ludgerus-Kapelle in dem Herzebrocker Ortsteil Möhler feiert ein besonderes Jubiläum. Vor 100 Jahren wurde der Erweiterungsbau begonnen.

Mit einer feierlichen Messe soll am Sonntag das Jubiläum der 100-jährigen Grundsteinlegung zur Erweiterung der Ludgerus-Kapelle gefeiert werden. Archivfoto: Schäfer

Herzebrock-Clarholz (rast) - Am kommenden Samstag ist es 100 Jahre her, dass der Grundstein für die Erweiterung der Kapelle St. Ludgerus in Möhler gelegt wurde. Am Sonntag, 17. Oktober, findet deshalb eine feierliche Messe in der Kapelle an der Oelder Straße statt. Beginn ist um 9 Uhr. Geleitet wird die Messe von Dechant Karl Kemper aus Oelde.

„Eigentlich wollten wir die Grundsteinlegung zum Anlass nehmen und ein ganzes Jubiläumsjahr mit verschiedenen Aktionen füllen“, sagt Stephan Trostheide, Vorsitzender des Kapellenvereins. Allerdings habe Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht.

1853 wurde der ursprüngliche Teil gebaut

Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Auch das kommende Jahr bietet sich noch für Feierlichkeiten rund um das historische Gebäude an. Am 27. September 1922 wurde die erweiterte Kapelle nämlich geweiht. „Das Datum der Grundsteinlegung für die Erweiterung und die Weihung wurde bisher gar nicht beachtet“, erklärt Stephan Trostheide.

Der ursprüngliche Teil der Kapelle ist älter und wird auf das Jahr 1853 datiert. Grund des Baus war wahrscheinlich, dass der Platz in der Schlosskapelle nicht mehr für alle Gläubigen reichte. Laut Wikipedia wurde die Kapelle aus dem Material der abgerissenen Seitenflügel des Schlosses am Dorfrand errichtet. Seitdem wird Möhler auch als Kapellengemeinde bezeichnet.

Kapellenverein kümmert sich um die Instandhaltung

1854 weihte Johann Georg Müller als Bischof von Münster die neugotische Kapelle ein. Der 1906 gegründete Kapellenverein hatte zunächst das Ziel, Geld für die Erweiterung der Kapelle zu sammeln. Nachdem das Ziel der Erweiterung 1922 erreicht war, blieb der Verein weiter bestehen und kümmert sich bis heute um die Instandhaltung des Gebäudes.

Die Kapelle ist der erste realisierte Sakralbau des späteren Diözesanbaumeisters Emil von Manger. Er entwarf sie im damals typischen neugotischen Stil. Das Portal ist mit Figuren außergewöhnlich auffällig gestaltet. Links ist die Figur des heiligen Franziskus von Assisi zu sehen, rechts die des heiligen Bernhard von Clairvaux. Über dem Portal Maria mit dem Jesuskind und zwei Anbetungsengel. Der Kapellenverein macht darauf aufmerksam, dass es in der Kapelle nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen gibt.

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