Expertise des ADFC für Gildestraße  nutzen



Den Radverkehr hat der Ausschuss ins Visier genommen. Neuralgische Punkte im Ortsteil Herzebrock sollen verbessert werden.  

Eine Querungshilfe auf Höhe der Blumenstraße auf der B 64 wünscht sich die Kommunalpolitik. Entscheiden wird darüber der Landesbetrieb Straßen NRW. Foto: Schäfer

Herzebrock-Clarholz (ds) - Gibt es an der Gildestraße eine Möglichkeit, Radfahrer sicher zu führen? Diese Frage will die Kommune mit externer Hilfe beantworten. Experten des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) sollen eingeladen werden. Gemeinsam will man die Situation erörtern. „Der ADFC hat sicher eine gewisse Expertise“, so Bürgermeister Marco Diethelm (CDU) in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Verkehr, Sicherheit und Ordnung. Und die will sich die Politik zunutze machen.

An der Gildestraße fehlen Flächen

Das Gremium hatte sich mit einzelne Punkten des Mobilitäts- und Leitkonzepts für Herzebrock beschäftigt. Genauer mit dem Radverkehr in dem Ortsteil. Keine Lösung fand sich für die Gildestraße, die aufgrund mangelnder Flächen nur wenig Spielraum lässt. Sie wird erneut thematisiert. Die Radführung entlang des Postwegs will der Ausschuss wieder behandeln, wenn das neue Baugebiet dort erschlossen ist. Nicht umgesetzt werden soll die Idee von Ampeldruckknöpfen für Fahrradfahrer und Fußgänger an der Rössing-Ampel auf Höhe der Bahnhofstraße. Für die Installation der Pfähle, auf denen die Druckknöpfe für die vorgezogene Grünanforderung installiert werden, sahen die Ausschussmitglieder schlicht keinen Platz im Umfeld. 

Querungshilfe soll kommen

In Sachen Querungshilfe Blumenstraße/Weißes Venn sprach sich das Gremium positiv aus. Zuständig ist dort der Landesbetrieb Straßen NRW, der laut Bürgermeister solche Projekte ohnehin recht restriktiv angeht. „Wenn die es zulassen, dann ergibt das in der Regel auch Sinn“, konstatierte er. Bei zwei Enthaltungen und zwei Nein-Stimmen sprachen sich die Kommunalpolitiker auch für die Einrichtung von Fahrradstraßen auf der Meerwiesen- und der Blumenstraße aus. „Mir fehlt das Konzept dahinter“, stellte Ulrike Kaasmann (SPD) fest. Sie sah wenig Sinn darin, eine Straße im Ort auszuweisen. „Unser Ansinnen ist es natürlich, das auszuweiten“, so der Ausschussvorsitzende André Kunst von der UWG, die bereits einen entsprechenden Antrag dazu gestellt hatte. 

Kritik an der Auswahl

Kritisch sah das Vorhaben Walburga Falkenreck (CDU): „Wir haben in dem Bereich zwei Schulen und eine Kita. Der Verkehr verlagert sich, deshalb bin ich nicht unbedingt dafür.“ „Diese Drive-in-Mentalität gehört abgestellt“, plädierte Rudolf Schnitker (Bündnis 90/Die Grünen) und bezog sich auf den Bring- und Abhol-Verkehr an Schulen und Kitas. Er bevorzuge das Fahrrad.

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