Fußball-Camp: Das Beste kommt am Ende der Sommerferien


Drei Tage Spaß am Fußballspiele. So lautete das Motto des Fußball-Camps in Herzebrock-Clarholz. 57 Jungen und ein Mädchen haben teilgenommen.

Zweikampf: Janne (links im schwarzen Trikot) setzt sich gekonnt durch. 58 Kinder beteiligten sich am Fußball-Camp in Herzebrock, das heute, Dienstag, zu Ende geht.

Herzebrock-Clarholz (rob) - Für manche Kinder kommt das Highlight in den Sommerferien ganz zum Schluss: 57 Jungen und ein Mädchen nehmen an dem dreitägigen Fußball-Ferien-Camp teil, das am Sonntag auf der Sportanlage des Herzebrocker SV gestartet ist und heute zu Ende geht.

Ausrichter des Camps ist die Erlebniswelt aus Reken im Kreis Borken. Fünf Trainer kümmern sich um das Programm. Drei Sport- und ein Architekturstudent sind dabei. Campleiter Jonas Rohring ist fest angestellt bei der Erlebniswelt, die mit 150 Mitarbeitern nicht nur Camps durchführt, sondern über das ganze Jahr im Bereich Reha-Sport, Vorbeugung und Physiotherapie den Menschen im Bereich Sport zur Seite steht.

Eingeteilt in zwei Gruppen

HSchuhe zubinden: Der 6-Jährige Leon Weber holte sich Hilfe beim Coach Max Picht.erzebrock war das dritte Camp im Kreis für die Rekener. In Druffel und beim FSC Rheda hatten sie ebenfalls ihre Zelte aufgeschlagen. Während der Herbstferien ist ein Camp in Schloß Holte geplant. Das Angebot in Herzebrock war wegen Corona von den Osterferien in den Sommer verschoben worden.

Wegen der gestiegenen Inzidenzen wurden alle Kinder vor dem Start am Sonntag getestet. Erlebniswelt sei offiziell für die Abnahme von Corona-Schnelltests zugelassen, sagte Max Picht. Unterteilt wurden die Nachwuchskicker in zwei Gruppen. Die Sechs- bis Neun-Jährigen stellten etwa zwei Drittel der Teilnehmer. Die Neun- bis Zwölf-Jährigen ein Drittel.

Team Spanien gegen Team Deutschland

Das Training war am Morgen in drei Teile untergliedert. „Jeder Spieler soll bei drei verschiedenen Trainern ein Programm durchlaufen“, erklärte Picht. Die Übungsaufgaben waren unterteilt in einfacher Torschuss, Dribblings und Eins-gegen-Eins. Nachmittags gab es jeweils ein großes Turnier.

Entweder angelehnt an die Bundesliga oder – wie gestern – gar in form einer nachgestellte Weltmeisterschaft. „Für die Kinder ist ein tolles Gefühl, wenn sie als Team Spanien oder Team Deutschland auflaufen können“, erklärte Rohring.

Nach der Corona-Pause ist die Kondition schlecht

Mannschaften so zu bilden, dass sie in etwa gleichstark sind, dafür benötigen die Trainer Fingerspitzengefühl. Man achte auch darauf, dass sich niemand überfordere. Insbesondere nach der langen Corona-Pause falle auf, dass die Kondition insgesamt noch etwas zurückgeblieben ist. Auch im Miteinander spüre man Corona, sagt Rohring: „Manch ein Kind hat fast zwei Jahre im Zimmer verbracht.“

Verantwortung geben die Coaches an die besseren Spieler weiter. Wer zum Kapitän ernannt wird, genießt zwar Anerkennung und Titel. Die Trainer verlangen im Gegenzug aber, dass sich die Mannschaftsführer für ein Fair-Play einsetzen, Schwächere Ballkontakte bekommen oder einen Einwurf machen.

Julia ist das einzige Mädchen

Wurden Fußball-Camps früher häufig über fünf Tage ausgerichtEinziges Mädchen: Die sechs Jahre alte Julia ist Bayern-Fan und war voller Elan dabei.et, findet Jonas Rohring drei Tage genau passend. „Danach merkt man richtig, wie bei den Kindern die Kräfte immer mehr nachlassen“, erklärte der ausgebildete Fitness- und Gesundheitstrainer.

Einziges Mädchen ist die sechsjährige Julia. Die ist ein so eingefleischter Bayern-Fan, dass sie lieber das FC-Bayern-Trikot angezogen hat, als die vom Veranstalter für jedes Kind bereitgehaltenen Trikots. Die bekam jedes Kind am Sonntag zum Start des Programms.

Es geht um den Spaß am Fußball

Der Vorname ist hinten aufgedruckt. Vorn ist der Schriftzug der Sparkasse, die Sponsor des Programms ist. Die Durchführung des Programms machten die jungen Männer von Erlebniswelt allein. Der Herzebrocker SV ist Ansprechpartner vor Ort.

Man arbeite mit den Vereinen gut zusammen, sagte Rohring. „Wir bekommen meistens die Anlage zur Verfügung gestellt. Die Vereine profitieren später, wenn die Kinder am Fußball Spaß gefunden haben und in den Verein gehen.“ Das reine Sportprogramm läuft übrigens über fünf Nettostunden am Tag.

Bei Regen gibt es Denksportaufgaben

Morgens von 9.30 Uhr bis 12 Uhr mit den Übungen und nachmittags von 13 bis 15.30 Uhr mit dem Turnier. In der Mittagspause gibt es ein gemeinsames Essen. Am Montag servierte die Küche des Veranstalters eine Chili con Carne. Gespielt wird übrigens auf Minitore und kleine Jugendtore. Und bei Regen? „Wir haben Denksportaufgaben und Reaktionsübungen vorbereitet“, sagt Max Picht, „Das geht sogar in der Kabine.“

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