Hundesteuer steigt zum 1. Juli



Herzebrock-Clarholz (br) - Die Erhöhung der Hundesteuer ist beschlossene Sache. Der Gemeinderat hat sich mit 17 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung und 13 Gegenstimmen für die Satzungsänderung ausgesprochen. Streitpunkt blieb die unterschiedliche Handhabung für den Außen- und den Kernbereich.

Hund

Demnach muss nur ein Viertel des Steuersatzes gezahlt werden, wenn ein Hund ein landwirtschaftliches Anwesen bewacht, das vom nächsten im Zusammenhang bebauten Ortsteil mehr als 400 Meter entfernt liegt. Nur die Hälfte des Steuersatzes muss für einen Hund gezahlt werden, der ein Gebäude bewacht, das vom nächsten bewohnten Gebäude mehr als 200 Meter entfernt liegt.

Vor allem UWG und SPD sprachen sich vehement gegen die Ungleichbehandlung aus. „Der Bevorzugung für den Außenbereich werde ich nicht zustimmen“, betonte der UWG-Fraktionsvorsitzende Antonius Beermann. „Das ist nicht gerecht“, fand auch der stellvertretende Bürgermeister Erich Bäcker (SPD).

Der CDU-Fraktionsvorsitzende Bernhard Petermann sah das anders: „Für die Bewohner im Außenbereich gibt es ohnehin schon viele Nachteile. Ein Hund hat dort einen Schutzhundcharakter. Es ist schade, dass hier ein Keil zwischen Außen- und Kernbereich getrieben werden soll.“

Die Steuer beträgt ab 1. Juli 60 Euro, wenn nur ein Hund gehalten wird (bislang 49 Euro), 72 Euro pro Tier, wenn zwei Hunde gehalten werden (bislang 61 Euro) und 84 Euro pro Vierbeiner, wenn drei oder mehr Hunde gehalten werden (bislang 73,50 Euro).

Bürgermeister Jürgen Lohmann betonte noch einmal: „Gewerblich gehaltene Hunde sind nicht steuerpflichtig. Sie werden von der Satzung nicht erfasst. Und die Landwirtschaft gilt als Gewerbe.“

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