Löschzug stellt Gerätehaus am Udenbrink vor



Corona hat eine Präsentation des neuen Gerätehauses des Löschzugs Quenhorn in Pixel bisher nicht ermöglicht. Am 31. Juli ist es so weit.

Laden zum Tag der offenen Tür ein (v. l.): Vincent Reiker, stellvertretender Löschzugführer Quenhorn, Bürgermeister Marco Diethelm und Löschzugführer Guido Hunkenschröder.

Herzebrock-Clarholz (ds) -  Ein paar Wochen Eingewöhnungszeit hat es gebraucht, bis die Mitglieder des Löschzugs Quenhorn im neuen Gerätehaus am Udenbrink richtig angekommen waren. „Es fühlte sich erst fremd an“, so Löschzugführer Guido Hunkenschröder. Inzwischen sind Unsicherheiten längst passé. „Und es ist Zeit, den Bürgern das neue Gerätehaus vorzustellen.“ Genau das ist geplant. Für Sonntag, 31. Juli, sollten Interessenten den Besuch am Udenbrink 23 a fest im Kalender eintragen. 

Baustart im April 2020

Im April 2020 wurde der Bau mit einer Bruttogrundfläche von etwas mehr als 700 Quadratmetern begonnen. Im August vergangenen Jahres sind die Aktiven, derzeit 36, eingezogen und haben das neue Domizil für sich entdeckt. Und es galt, neue Dimensionen zu entdecken. Denn der bisherige Standort an der Pixeler Straße aus den 1960er-Jahren hatte nur rund ein Fünftel der Fläche zu bieten. Und was bis dato im alten Gebäude fehlte, findet sich jetzt am Udenbrink: Aufenthaltsräume, eine Funkzentrale mit moderner Technik, eine ausreichend große Fahrzeughalle mit integrierter Waschhalle, eine Werkstatt für Atemschutzgeräte – die jetzt kein Ehrenamtlicher mehr mit nach Hause nehmen muss – ein Schulungsraum, eine Absauganlage für die Fahrzeuge, ein funktionaler Schwarz-Weiß-Bereich, der die Trennung von sauber und schmutzig ermöglicht. 

Funktionalität ohne Luxus

Breite Laufwege, Sanitäranlagen auch für Frauen, Küche und auch Trinkwasser – an der Pixeler Straße gab es nur einen Brunnen, dessen Wasser nicht trinkbar war. Kurzum: Das Gerätehaus zeigt Funktionalität in aktuellem Standard, ohne dabei in Luxus auszuschweifen. Sich frei bewegen und Aufgaben ohne räumliche Enge erledigen zu können – auch das wollte in den vergangenen Monaten gelernt sein. „Es klappt bestens“, bilanziert Guido Hunkenschröder. „Mit dem Bau des neuen Gerätehauses sind wir einen wichtigen und notwendigen Schritt zur Verbesserung der Ausrüstung unserer Freiwilligen Feuerwehr gegangen“, freut sich auch Bürgermeister Marco Diethelm. 

Blick hinter die Kulissen

Wer hinter die Kulissen der ehrenamtlichen Arbeit schauen und sich über Standards in einem modernen Gerätehaus informieren will, ist am Udenbrink an der richtigen Adresse. 

Lange hat der Löschzug Quenhorn auf eine Gelegenheit gewartet, das neue Gerätehaus am Udenbrink zu präsentieren. Am Sonntag, 31. Juli, ist es jetzt so weit.

Nach Monaten mit Einschränkungen, in denen coronabedingt eine öffentliche Präsentation nicht möglich war, freuen sich die Aktiven, das Gebäude, aber auch sich und ihre Arbeit in der Freiwilligen Feuerwehr vorstellen zu können, Fragen zu beantworten oder Erklärungen zur Technik zu geben. Apropos Technik: Zum Fahrzeugbestand gehört seit kurzem auch ein Tanklöschfahrzeug 4000. Das wird am Abend vor dem Tag der offenen Tür offiziell übergeben und gemeinsam mit dem Gerätehaus gesegnet – im Kreis geladener Gäste. „Und es wird am Sonntag natürlich zu sehen sein“, so Hunkenschröder. 

Acht neue Mitglieder

Der Löschzugführer hat noch weiteren Anlass zur Freude. Eine Werbekampagne des Löschzugs war erfolgreich. „Wir konnten acht neue Mitglieder gewinnen.“ Insbesondere junge Menschen, die sich für Technik begeistern und den Dienst am nächsten nicht scheuen. „Darunter sind auch zwei Frauen“, sagt Hunkenschröder, der sich schon jetzt auf die aktive Zeit der Nachwuchskräfte nach der Grundausbildung, die ein Jahr dauert, freut. Der Löschzugführer zieht nicht nur in Sachen räumliche Funktionalität eine positive Bilanz. „Die gute Verkehrsanbindung über Udenbrink und Tecklenburger Weg“ habe sich bewährt. Bei bisher 16 Einsätzen der Quenhorner Feuerwehrleute in diesem Jahr seien die Ausrückezeiten gut gewesen. „Es läuft hervorragend.“ 

Start um 11 Uhr

Was erwartet die Besucher am 31. Juli? Ab 11 Uhr ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie: Zum einen das neue Gerätehaus mit all seiner Ausstattung, weiter eine Fahrzeugausstellung mit Drehleiter und Rettungswagen, Hüpfburg, Wasserspiele und einiges mehr. Auf den Frühschoppen folgt eine Kaffeetafel. In der Tat ein Programm für Erwachsene und Kinder, so Hunkenschröder und sein Team. Und die oft bemühte Schlagkraft der Wehr – sie soll sich an diesem Tag den Bürgern zeigen. „Wir freuen uns, wenn das Haus voll wird.“

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