Minutenlanger Applaus als Dank für die Musiker


Auf sehr gute Resonanz ist das Konzert in der Pfarrkirche St. Christina gestoßen. Unterschiedliche Stilrichtungen begeisterten.

Das große Blechbläser-Ensemble der Musikschule für den Kreis Gütersloh sowie Siegfried Buske an der Orgel fügten unterschiedliche Stilrichtungen gekonnt zusammen. Foto: Heumüller

Herzebrock-Clarholz (heu) - Für viele Zeitgenossen ist aktuell wohl nichts begehrter, als bei hochsommerlichen Temperaturen in einem kühlen Bad Erfrischung zu suchen. Wer es dagegen jüngst vorgezogen hatte, in ein Bad üppiger Bläserklänge einzutauchen und sich statt ins Freibad in die St.-Christina-Kirche aufgemacht hatte, wurde mit einem festlichen Konzert für Blechbläser und Orgel aufs Feinste verwöhnt. 

Beeindruckender Zuspruch

Und eine große Zahl von Musikfreunden zeigte dann auch, wo ihr musikalisches Herz schlägt. Von dem beeindruckenden Zuspruch mag sogar der veranstaltende ökumenische Arbeitskreis Kirchenmusik in Herzebrock angenehm überrascht gewesen sein. Das große Blechbläser-Ensemble der Musikschule für den Kreis Gütersloh unter der Leitung von Eckard Vincke sowie Siegfried Buske an der Orgel ließen schon mit dem feierlichen Einzug von Richard Strauß keinen Zweifel aufkommen, welchen Verlauf das rund anderthalbstündige Konzert nehmen sollte. 

Exquisite Leckerbissen

Es reihten sich also exquisite Leckerbissen der Musikliteratur aus drei Jahrhunderten wie an einer Perlenschnur aneinander. Dabei fügte sich Altes und Zeitgenössisches aus unterschiedlichen Stilrichtungen harmonisch an- und ineinander. Richard Strauß, Antonio Vivaldi, Richard Wagner und Giacomo Puccini wechselten sich ab mit Jacob de Haan, Herbert Gadsch und James Horner, mit Rolf Loevland und Brendan Graham, mit Heiko Kremers oder dem Tribute to George Gerschwin mit vier Titeln aus seinen weltbekannten Werken, die allesamt schon längst zu Klassikern avanciert sind. 

Ein stilles Lächeln

Mit dem schlichten Titel „Music“ von John Miles verabschiedeten sich Bläserensemble und Organist in einem rauschenden Finale von ihrem minutenlang applaudierenden Publikum und „Thank You for the Music“ von Abba, ebenfalls seit einem halben Jahrhundert ein Klassiker der vier Musikerikonen aus Schweden, zauberte den Zeitgenossen ein stilles Lächeln ins Gesicht: Waren das Zeiten.

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