Schilder auf Clarholzer Klosteranlage dienen als Vorbild


Zehn Pultschilder und Wandtafeln weisen den Weg über die Klosteranlage Clarholz. Die Gemeinde kann sich das auch für Herzebrock vorstellen.

Stehen vor einem sogenannten Pultschild am Haus Samson: Bürgermeister Marco Diethelm (links) und Ludger Beuckmann vom Bauhof der Gemeinde Herzebrock-Clarholz. Als geschichtliche Sehenswürdigkeit steht es an neunter Stelle im Rundgang durch die ehemalige Klosteranlage in Clarholz. Ein ähnliches System kann sich die Verwaltung auch für Herzebrock vorstellen.

Herzebrock-Clarholz (gl) - Anlässlich des Mobilitäts- und Leitkonzepts, das Maßnahmen zur Aufwertung von öffentlichen Plätzen und der Umgestaltung von Verkehrsflächen für den Ortsteil Herzebrock vorsieht, möchte die Gemeindeverwaltung Herzebrock-Clarholz in einer Mitteilung auf das bereits erfolgreich umgesetzte Beschilderungssystem in Clarholz verweisen. 

Informationstafeln weisen den Weg

Dort können sich Besucher anhand von zehn Informationstafeln die ehemalige Klosteranlage Clarholz erschließen. Startpunkt ist am Kirchplatz, dann geht es zur Pfarrkirche St. Laurentius, zum Alten Gasthaus Rugge, zur alten Schule, dem Konventshaus, dem Propsteigebäude, zur Zehntscheune, über den Wirtschaftshof zum Haus Samson und zur alten Küsterei. Als Erweiterung des Rundgangs befindet sich eine elfte Tafel vor der Evangelischen Gnadenkirche. 

Die Pultschilder und Wandtafeln seien beispielsweise auch vom Rollstuhl aus gut lesbar, heißt es in der Mitteilung. Kurze Texte in großer Schrift geben die prägnantesten Zahlen und Erläuterungen zum geschichtlichen Hintergrund der jeweiligen Gebäude wieder. Ein Bild ergänze die Informationen. Wer sich ausführlicher mit den geschichtlichen Hintergründen befassen wolle, könne mit dem Smartphone die aufgedruckten QR-Codes anklicken und gelange darüber zu längeren Texten. 

Enge Absprachen zwischen den Beteiligten

Inhalte und Standorte der Tafeln hat die Gemeindeverwaltung mit den Eigentümern der Grundstücke und Gebäude abgestimmt. Dazu stand die Gemeinde in regem Austausch mit der Katholischen Kirche, der fürstlichen Kanzlei zu Bentheim-Tecklenburg, dem Förderverein Haus Samson, Familie Rugge, der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück sowie dem Freundeskreis Propstei Clarholz. Der Bauhof der Gemeinde hat die Schilder nach Maßgabe des begleitenden Projekt-Büros LAE Landschaftsarchitektur Ehrig installiert. 

Ende 2015 hatte der Heimatverein Clarholz die neue und einheitliche Beschilderung ins Rollen gebracht. Das Projekt hat insgesamt rund 15.000 Euro gekostet. 

Ein ähnliches Beschilderungssystem kann sich die Gemeindeverwaltung für die Klosteranlage in Herzebrock vorstellen. Auch dort gebe es Potenzial, um die Attraktivität als Ausflugsziel zu steigern.

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