St.-Hubertus-Bruderschaft feiert Mini-Schützenfest


Regen und besonders Corona sind die Gegner eines jeden Schützenfestes. Trotzdem haben die Heerder Schützen eine Mini-Ausgabe auf die Beine gestellt.

Gleicht geht’s los: Die angetretene Schützenformation wartete auf dem Kirchplatz auf ihren Einsatz.

Herzebrock-Clarholz (gl) - Grau in grau und regnerisch hat sich das Wetter am Schützenfestsonntag in Clarholz präsentiert. Davon ließ sich die Schützenbruderschaft Clarholz-Heerde aber nicht beeinflussen, denn lediglich das Schützenfesthochamt wurde in die Kirche verlegt. Mit einem Antreten, Marsch, Kranzniederlegung und Platzkonzert zelebrierten die Heerder Schützen endlich wieder ein Mini-Schützenfest im Freien. Rund 200 Schützenschwestern und -brüder hatten sich frühmorgens zum Antreten in Pastors Garten eingefunden.

Hauptmann Nicolai Guhdra hält Gedenkrede

Mit Die Fahnenschwenker zeigten in beeindruckender Manier ihr Können. Mit ihrem Auftritt bilden sie stets einen Höhepunkt auf den Festen der Heerder Schützen.dem Landtagsabgeordneten Raphael Tigges (CDU) als Gast, Bürgermeister Marco Diethelm, Ehrenbrudermeister Karl-Heinz Grundmann, Altbürgermeister Gottfried Pavenstädt und Ortsvorsteher Franz-Josef Tegelkamp marschierte die Schützenbruderschaft unter musikalischer Begleitung des Heerder Spielmannszugs zum Kirchplatz, um die Kranzniederlegung mit der Totenehrung durchzuführen. Die Gedenkrede am Ehrenmal hielt Hauptmann Nicolai Guhdra vom Bundeswehr-Kreisverbindungskommando Kreis Gütersloh, der über acht Monate das Gesundheitsamt des Kreises Gütersloh im Rahmen der Corona-Kontaktverfolgung unterstützt hatte. Er erinnerte in seiner Ansprache an die Opfer von Krieg und Gewalt, aber auch aus aktuellem Anlass an die gefallenen Soldaten der Bundeswehr im langjährigen Afghanistan-Einsatz.

Ulrike Loermann als Königin von 1996 geehrt

Präses Pastor Josef Kemper und Militärpfarrer Georg Ischler zelebrierten anschlieKönigin von 1996: Die stellvertretende Brudermeisterin Diana Ortkras und Brudermeister Lars Rugge überreichen Ulrike Loermann die Blumen.ßend die Schützenmesse. Sie konnten außer den Schützen die aktuellen Throngesellschaften der Jung- und Altschützen und die diesjährige Silberkönigin, Ulrike Loermann, willkommen heißen. Für die musikalische Begleitung der Schützenmesse sorgte traditionell der CVJM-Posaunenchor Rheda-Wiedenbrück. Nach dem Festhochamt schloss sich ein Platzkonzert des Spielmannszugs an. Zuvor begrüßte Brudermeister Lars Rugge die zahlreichen Schützen, Ehrengäste und Besucher. Er bedankte sich für die gute Teilnahme und gab seiner Freude Ausdruck, endlich wieder zumindest im kleinen Rahmen den Schützenfestsonntag begehen zu können. Der Silberjubilarin Ulrike Loermann, Königin der Bruderschaft von 1996, überreichte er einen Blumenstrauß. Die Fahnenschwenker zeigten anschließend unter Applaus mit einem neu einstudierten Stück ihr Können. Den Ausklang auf dem Kirchplatz bildete ein kurzer Frühschoppen im Freien.

2022 heißt es wierder richtig „Horrido“

Das zweite Jahr in Folge ohne traditionelles Schützenfest ist schon etwas Besonderes, und so wünschte Brudermeister Lars Rugge allen vielleicht auch bei vielen kleinen privaten Schützenfesten im Garten weiterhin einen schönen Schützenfestsonntag. In der Hoffnung auf ein normales Schützenfest im nächsten Jahr stimmte er ein kräftiges „Horrido“ an.

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