Wiedersehensfreude beim musikalischen Brunch


Ein Beisammensein mit Herz und Musik: Nach Monaten der Distanz ist der Gospel-chor-Aktuna Matata wieder zusammengekommen. 

Chorleiterin Hildegard Feldmeier-Vogel (rechts) freute sich besonders über das Kommen der Musiker (v. l.) Leonard Huster aus Hamburg, Coffi Akakpo aus Benin und Kekeli Nvo aus Togo. Fotos: Baum

Herzebrock-Clarholz (reba) - Nach langer Pause aufgrund von Corona hat sich der Gospelchor Akuna Matata zum Brunch im Garten von Hildegard Feldmeier-Vogel getroffen. Die Chorleiterin und ihr Bruder Günter als Gitarrist gründeten im Jahr 2004 – anfangs noch als Projektchor – Akuna Matata, dessen Schwerpunkt auf afrikanischen Gospels liegt.

Integration über Musik

 Ein Ziel von Hildegard Feldmeier-Vogel ist es, afrikanische Sängerinnen und Sänger über die Musik zu integrieren. Vor 18 Jahren begab sich die Herzebrock-Clarholzerin auf die Suche nach Akteuren mit einem besonderen Augenmerk auf Djembe- und Congaspieler. Da ließ die Chorleiterin nichts unversucht und suchte auch in Einkaufszentren und auf Wochenmärkten: mit Erfolg. Es kamen viele neue afrikanische Sängerinnen, Sänger und Instrumentalisten hinzu. Sie stammen aus Heimatländern wie Kongo, Ruanda, Uganda, Nigeria, Ghana, Kamerun, Mozambique, Eritrea und Ägypten.

Gospelgesang liegt im Blut

 „Der Gospelgesang und die tänzerische Begabung liegen ihnen im Blut. Die Freude am Singen, die Freude am Leben und am Miteinander werden hier glaubhaft übersetzt“, ist Hildegard Feldmeier-Vogel überzeugt. Die Integration afrikanischer Familien ist ihr Herzenswunsch. „Musik ist mein Leben, ohne die kann ich nicht leben. Ich bin afrikanisch infiziert. Es gibt keinen Afrikaner, der nicht trommeln kann“, fügte Hildegard Feldmeier-Vogel hinzu. Beim internationalen Brunch des Gospelchors Akuna Matata kamen Gesang und Tanz nicht zu kurz.Große Wiedersehensfreude herrschte beim Treffen. Alle Gäste brachten Spezialitäten aus ihren Heimatländern mit und bauten ein reichhaltiges Büfett auf. Gerichte wie „Doyiwe“ (ein Gericht mit weißen Bohnen) und andere entführten die Akuna-Gruppe in die afrikanische Welt.

Gesungen und getanzt

Bevor in geselliger Runde gegessen und getrunken wurde, stimmte Hildegard Feldmeier-Vogel Gospels an. Auch die Instrumentalisten Coffi Akakpo und Kekeli Nvo (Djembe), Werner Letz (Gitarre), Helga Feldmeier-Hunt (Gitarre), Wolfgang Heitfeld (Gitarre) Leonard Huster (Trompete) waren gekommen. Die Chormitglieder und Instrumentalisten nehmen teils weite Wege für Proben und Auftritte auf sich, so die Leiterin. Musikalisch standen beim Treffen Spirituals, Worship- und Gospelsongs auf dem Programm. Der eine oder andere Zuhörer und Nachbar hielt am Gartenzaun von Hildegard Feldmeier-Vogel an und klatsche und wippte zur Musik mit. Für die Afrikaner bildet der Chor einen sozialen Kontaktpunkt. Jahr für Jahr gestaltet die Gemeinschaft Gospel-Konzerte oder Gottesdienste in den Kreisen Gütersloh und Warendorf sowie auch im Ruhrgebiet, Bremen, Berlin oder am Bodensee. Erst kürzlich begeisterte Akuna Matata die Bewohner des Pflegewohnheims St. Josef mit afrikanischen Gospels.

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