Denkbare Lösung: Garage für Langenberger DRK



Am Donnerstag könnte geklärt werden, ob das Langenberger DRK zusammen mit dem Löschzug Langenberg  umzieht. Ein neuer Entwurf sieht eine Kompromisslösung vor.

Wo bislang noch Artikel für den Haus- und Hofbedarf gekauft werden können, sollen demnächst Einsatzfahrzeuge und Blauröcke des Löschzugs Langenberg beheimatet werden. On auch das DRK auf das Gelände zieht, ist noch unklar.

Langenberg (lani) - Die Entscheidung darüber, wo die Blauröcke des Löschzugs Langenberg künftig ihr (Arbeits-)Zuhause haben sollen, ist zwar gefallen. Bislang ist aber nicht geklärt, ob auch das DRK, das bislang Mitbewohner des Feuerwehrgerätehauses ist, mit an die Wiedenbrücker Straße umzieht. Sollte mit dem Löschzug auch das DRK umziehen, wären auf dem Gelände des heutigen Raiffeisenmarkts freilich andere Voraussetzungen zu schaffen, als wenn ausschließlich für die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr und deren Fahrzeuge neugebaut würde. Die Frage bezüglich der DRK-Räumlichkeiten sollte zu einem späteren Zeitpunkt weiter diskutiert werden, hieß es vor der Sommerpause zum Thema. Die Zeit drängt indes für eine Entscheidung. 

Garagen-Lösung relativ günstig

Weil die Gemeinde auf Fördergelder im Rahmen des Sonderaufrufs „Feuerwehrhäuser in Dörfern 2022“ setzt, die nur fließen, wenn bis Ende September ein entsprechender Antrag bei der Bezirksregierung Detmold vorliegt, ist Eile geboten. Eine endgültige Entscheidung, welche Planungsvariante umgesetzt werden soll, müsse daher zwingend in der Ratssitzung am 16. September erfolgen, heißt es seitens der Gemeindeverwaltung. Zuvor wird das Thema am morgigen Donnerstag ab 17 Uhr im Bauausschuss diskutiert. Damit aber nicht genug. Damit die Zuschüsse des Lands fließen können, sind auch die entsprechenden Planunterlagen mit Antragstellung einzureichen. Diese hat das beauftragte Architektur Just zusammengestellt – und zuletzt um eine Variante ergänzt. Vielleicht auch deshalb, weil im politischen Kreis immer mehr Gegenwind für eine teurere Lösung mit DRK zu vernehmen war und man sicherstellen möchte, dass die Rotkreuzler weiterhin gute Rahmenbedingungen für ihren ehrenamtlichen Dienst in der Gemeinde vorfinden. 

Die Variante „DRK-Garage“, wie sie das Büro Just nennt, sieht im westlichen Bereich des Grundstücks die Errichtung einer Garage (Torhöhe 3,50 Meter) mit vier Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge vor. Zusätzlich enthält diese Variante ein Arztzimmer im Feuerwehrgebäude. Die Baukosten für diesen Lösungsansatz für das DRK betragen voraussichtlich rund 275 000 Euro brutto. Unter Einbeziehung der geschätzten Baukosten für die Variante Feuerwehr ohne DRK würden sich dann insgesamt Kosten in Höhe von 5,05 Millionen Euro ergeben. Allerdings dürfte das Ende der Fahnenstange bei den seit Wochen aufgrund von Rohstoffpreissteigerungen davon galoppierenden Kosten im Bausegment nicht erreicht sein.

Ersatzgrundstück biete gute Voraussetzungen

Galt die Suche nach einem Ersatzgrundstück für das Feuerwehrgerätehaus an der Bentelerstraße lange Zeit als nahezu aussichtslos, stand zuletzt überraschend an der Wiedenbrücker Straße eine adäquate Alternative zur Verfügung. Das Grundstück des Raiffeisen-Markts – ein seit langer Zeit genutztes Gewerbeareal, auf dem schon die Molkerei angesiedelt war – stand zum Verkauf. Das Areal ist nicht nur groß genug, um einen Neubau mit Umsetzung eines optimalen Raumkonzepts zu ermöglichen. Es hat auch den Charme, dass die Feuerwehr, wie im Brandschutzbedarfsplan empfohlen, ein wenig Richtung Norden wandert, was Anfahrtzeiten in Außenbereiche an der Ortsgrenze zu Rheda-Wiedenbrück verkürzen würde. 

Die bereits vor der Sommerpause vorgestellten Skizzen des Architekturbüros Just zeigen einen Neubau in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bauhof. Während das heutige Marktgebäude laut Plan „nicht angetastet“ werden soll, werden die Getreidesilos vom Eigentümer zurückgebaut. An dieser Stelle würde auch die Garage für das DRK angesiedelt. Dort, wo sich bislang Lager und ein Flüssigdüngertank befinden, sollen die Alarmparkplätze entstehen. Die Kostenschätzung, die bereits überholt sein dürfte, beliefen sich auf 4,77 Millionen Euro – ohne das DRK.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.