Freilichtmuseum Detmold: Spatenstich für Millionenprojekt


Kurz vor seinem Ausscheiden hat LWL-Direktor Matthias Löb noch einmal den Start eines millionenschweren Bauprojekts in Detmold begleitet. 

LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger (v.l.), Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung und Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen eröffnen mit dem symboli-schen Spatenstich die Baustelle des neuen Eingangs- und Ausstellungsgebäudes im LWL-Freilichtmuseum Detmold. Foto: LWL/Gerstendorf-Welle Foto: LWL/Gerstendorf-Welle

Detmold (gl/pa) - Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben am Dienstag die Bauarbeiten für das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude im LWL-Freilichtmuseum Detmold begonnen. Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Kulturdezernentin des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL), Klaus Baumann, Vorsitzender der LWL-Landschaftsversammlung und Museumsleiter Prof. Dr. Jan Carstensen haben vor Ort den Startschuss für das Bauprojekt gegeben.

Löb: „Zeug zu einem großen Wurf“

„Wir machen hier gute Ausstellungen für Alltagskultur möglich und empfangen unsere Besucher und Besucherinnen, wie man es heute von einem modernen Museum erwartet“, so LWL-Direktor Matthias Löb. Mit seiner markanten Architektur habe das neue Haus das Zeug zu einem großen Wurf. Rüschoff-Parzinger: „Ein solches Bauprojekt ist immer auch mit Ressourcenverbrauch verbunden. Hier gehen wir einen neuen Weg, um unserer Verantwortung für die Umwelt gerecht zu werden. Ziel ist ein Museumsneubau, der klimaneutral betrieben wird und damit der ökologischen Ausrichtung des Museums folgt. Das Museum wird so selbst zum Ausstellungsstück für Nachhaltigkeit.“

„Wir haben Photovoltaikanlagen, die Dachbegrünung auf einem Teil des Neubaus, die Nutzung von Regenwasser und Erdwärme aber auch die Verwendung von umweltfreundlichen, regional vorhandenen Rohstoffen wie Lehm und Holz geplant“, erläuterte Museumsleiter Jan Carstensen die Vision des Projekts. Im baubegleitenden Forschungsprojekt „Ecosights“ erarbeite der LWL gemeinsam mit Projektpartnern wie der Technischen Hochschule OWL, dem Ife-Institut für Energieforschung und der Universität Bochum in Zusammenarbeit mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt Lösungen für ein neues innovatives Gebäudekonzept, so Carstensen weiter.

Kostensteigerung erwartet

Das neue Eingangs- und Ausstellungsgebäude wird mit einer Nutzfläche von 3100 Quadratmetern erstmals die Möglichkeit bieten, große Sonderausstellungen und damit besondere Depotschätze zu präsentieren. Darüber hinaus wird die angrenzende Fläche der ehemaligen Gartenanlage Friedrichsthal wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Eröffnung des Neubaus ist für 2025 geplant.

Bisher hieß es, dass sich die Kosten für den Neubau auf rund 40 Millionen Euro belaufen. Beim Spatenstich räumten Vertreter des LWL ein, dass man mit den aktuell üblichen Preissteigerungen bei Bauvorhaben rechne. Damit könnte das Projekt mehrere Millionen Euro mehr kosten als geplant.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.