Langenberger Blaskapelle trotzt  Wetterkapriolen


Mit Wind und Wetter hatten die Musiker der Langenberger Blaskapelle bei ihrem Auftritt im Rahmen des KGB Open Airs zu kämpfen.

Kein leichtes Spiel hatten Ute Großekathöfer und die Blaskapelle Langenberg beim Auftritt im Rahmen des KGB-Open-Airs. Das Wetter war alles andere als optimal. Foto: Wieneke

Langenberg (ew) -  Immer neue kräftige Regengüsse haben Tag drei der Open-Air-Veranstaltungen des Kulturgüterbahnhofs (KGB) mit einem umjubelten Konzert der Langenberger Blaskapelle und der Jugendblaskapelle bestimmt. Unter ihrem Motto „Musik an – Welt aus“ trotzten die mehr als 60 Musiker nicht nur den fast zweijährigen Zwängen der Pandemie, sondern aktuell auch den Wetterkapriolen. „Eineinhalb Jahre hat alles brachgelegen“, sagte Dirigent Markus Schröder, als er unter dem Beifall einer für das miese Regenwetter großen Zuhörerschar mit „seinen“ gut 25 Mädchen und Jungen der Jugendblaskapelle Langenberg die Bühne eroberte. 

Mit „Ohrwürmern“ begeistert

Mit ihren „Ohrwürmern“ gewannen die Akteure wie im Flug die Gunst ihres Publikums. In ihrem aufmunternden, fröhlichen Spiel spiegelte sich die Freude wider, nach langer Zeit zum öffentlichen Konzert aufspielen zu dürfen. Der Melodienreigen reichte von der „Marywood-Overtüre“ bis zum „Big Top March“ und „Private Cave“. Musical-Hits aus dem „Dschungelbuch“ wurden mit reichlich Beifall belohnt, bevor der Nachwuchs sich bis zum Finale mit dem schwungvollen „Sun Calypso“ unter dunklen Regenwolken über dem Kulturgüterbahnhof verabschiedete. Eng wurde es, als mehr als 50 Musiker der Blaskapelle die Bühne betraten. Das Ensemble war so groß, dass die Aktiven des Registers „Tiefes Blech“ Regenschutz erst unter einem weiteren Pavillon fanden. 

Mit der Geschichte vom Seefahrer „Abel Tasman“ setzten Stabführerin Ute Großekathöfer und ihr Orchester gleich einen ersten heiteren Hit. Weiter ging der Reigen unter regenbedeckten Himmel mit „Beyond the Sea“. Mit Franz Löppenberg als schlitzohrigen Entertainer aus dem Schlagzeug-Register lebten in einem Bill-Ramsey-Medley alte Songs auf. Bei der „Zuckerpuppe aus der Bauchtanzgruppe“ und der Mausefalle „Pigalle“ gab es kaum ein Halten. Großen Beifall fand die „Laubener Schnellpolka“ im Bigband-Sound, die die Musiker nach Online-Proben nun als Premiere aufführten. Mit der mexikanische Weise „Children of Sanchez“ und Rene Moerchel (Flügelhorn) als gefeierten Solisten ging es in die Pause.

Mit Schirm den Regen abgewehrt

Musikalisch eroberten die Blasmusiker mit ihrem schwungvollen „Best of Beatles“ die Bühne und stellten mit schnellem Blick erfreut fest, dass es die widrigen Wetterbedingungen nicht geschafft hatten, ihre treuen Besucher und Zuhörer zu vertreiben. Doch Stabführerin Ute Großekathöfer sah sich nach wenigen Minuten gezwungen, ihre heitere Hommage an die Beatles abrupt abzubrechen, drückte doch ein heftiger Seitenwind die Regenmassen in die ersten Reihen der Musiker. Um die Holzblasinstrumente zu schonen rückten die Aktiven noch enger zusammen und weiter ging es – allerdings musste Ute als musikalische Leiterin mit einer Hand den Takt angeben und mit einem Schirm in der anderen den heftigen Regen notdürftig abwehren.

Beifall brandete auf und musikalisch ging es mit bekannten Hits und Songs weiter. Daniel Hollenbeck hatte als Solist sein E-Piano für den Song „I’m so Excited“ der Pointer Sisters mitgebracht, während Hanna Großkathöfer den Filmsong „A Million Dreams“ vollendet performte. Riesigen Beifall gab es für eine musikalisch-schwungvolle „80er Kulttour“ mit Trompeter Martin Peisker am Bass ebenso wie Franz Löppenberg als Udo Jürgens-Interpret „Ich war noch niemals in New York“. Mit dem schwungvollen „Italo Pop Classics“ verabschiedeten sich die Blasmusiker, um gemeinsam mit der Jugendblaskapelle zum großen Finale aufzuspielen. Doch zuvor spendeten alle Musiker lautstarken Beifall für die im Regen ausharrenden und dennoch bestens gelaunten Zuhörer vom Kind bis zum Senior. „Niemand hat uns im Stich gelassen – wir sind stolz auf euch“, rief Ute Großekathöfer in die Menge. Musikalisch dankten die Blasmusiker mit „Surfin USA“ und Coldplays „Viva la Vida“.

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