Aktivisten starten Kostümgala vor Tönnies-Werk in Rheda


Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie interessierte Einzelpersonen sind aufgerufen, verkleidet an der Aktion teilzunehmen.

Der Bielefelder Ableger der internationalen Tierrechtsbewegung The Save Movement möchte mit einer Aktion zu Halloween die Missstände und den blutigen Alltag von Tieren in der Ernährungsindustrie sichtbar machen. Die Aktivisten kündigen für Samstag, 31. Oktober, eine groteske Horror Show vor dem Tönnies-Werk in Rheda an.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Der Bielefelder Ableger der internationalen Tierrechtsbewegung The Save Movement möchte mit einer Aktion zu Halloween die Missstände und den blutigen Alltag von Tieren in der Ernährungsindustrie sichtbar machen. Die Aktivisten kündigen für Samstag eine groteske Horror Show an. 

Vor den Werktoren wird der Rote Teppich ausgerollt

Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie interessierte Einzelpersonen sind eingeladen, am 31. Oktober ab 16.30 Uhr an einer Kostümgala vor den Toren des Fleischkonzerns Tönnies in Rheda teilzunehmen. „Ob als blutverschmierte Metzgerin oder ein mit einer Mistgabel bewaffneter Schweinezüchter – auf dem roten Teppich vor der Schlachtfabrik können sie ihr gruseligstes Outfit präsentieren und dabei Preise gewinnen“, heißt es in der Ankündigung von The Save Movement. Die Jury bilden demnach „drei elegant gekleidete Schweine“. Diese stehe stellvertretend für „Milliarden von Tieren, die jährlich bei Tönnies und anderswo getötet werden“. Allein in Deutschland seien es laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich mehr als zwei Millionen Tiere pro Tag, die ihr Leben lassen müssten. 

„Neuere Ergebnisse naturwissenschaftlicher Forschung belegen eindeutig, dass Tiere mit einem Bewusstsein ausgestattet sind und die Fähigkeit besitzen zu fühlen und zu leiden wie wir Menschen. Mit Schweinen, Kühen und anderen sogenannten Nutztieren teilen wir ein fast identisches soziales Gehirn. Vor diesem Hintergrund erscheint unser Umgang mit ihnen katastrophal“, erläutert Katharina Friess vorab die Aktion. In der Ernährungsindustrie fristen die Tiere oft ein kurzes und qualvolles Dasein auf engstem Raum. Gemeinsam mit Marie-Kristin Müller, Asja Pfirrmann, Fabrice Mathes und Oliver Groteheide von Bielefeld Animal Save fordert Katharina Friess eine Ernährungswende unter Berücksichtigung ethischer Aspekte.

Rollenbilder hinterfragen

„Fleisch und andere Erzeugnisse tierischer Herkunft werden unter Missachtung grundlegender Bedürfnisse produziert, weshalb wir uns an Halloween dazu entschlossen haben, die gewohnten Rollenbilder zu hinterfragen. An diesem Tag sind es drei überspitzt dargestellte Schweine, die über uns richten werden. Wir hoffen, dass wir unsere Mitmenschen mit der Aktion dazu anregen können, Mitgefühl zu entwickeln und ihr Konsumverhalten zu prüfen“, betont die Aktivistin.

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