Beckhoff für 90 Minuten „kein Freund“



Alte Liebe rostet nicht. Ob Phil Beckhoff das genauso sieht? Der frühere Torjäger des SC Wiedenbrück gastiert am 14. September mit seinem neuen Club an der Ems.

Auf einen „netten Plausch“ mit Bjarne Pudel kann sich auch Gladbachs U23 einstellen, die Dienstag in Wiedenbrück gastiert. Foto: Bremehr

Rheda-Wiedenbrück (rol) - Euphorie ist prima. Sie sollte aber nicht die Sicht auf die Widrigkeiten des Fußball-Alltags verstellen. Daher ist Regionalligist SC Wiedenbrück gut beraten, auch am Dienstag (14. September, 18.30 Uhr) daheim gegen Borussia Mönchengladbach II die Augen offen zu halten. Diesbezüglich macht sich Daniel Brinkmann aber keine Sorgen. „Alle Spieler sind sehr fokussiert“, betonte der SCW-Trainer, dessen Mannschaft nach dem Vereinsrekord von vier Siegen in Serie weiterhin geerdet ist. Also steht dem fünften Erfolg in Folge nichts im Wege. Könnte man meinen, wenn man die Rechnung ohne Gladbachs U23 mit einem Durchschnittsalter von 20,4 Jahren macht. 

Gladbachs U23 deutlich verstärkt  

Laut Daniel Brinkmann war der heutige Gegner nicht kleinlich und hat sich großzügig auf dem Transfermarkt bedient. Angreifer Steffen Meuer ist von Fortuna Düsseldorf an den Niederrhein gekommen und hat die Erwartungen von Fohlentrainer Heiko Vogel erfüllt. In sechs Spielen hat der 21-Jährige fünf Tore erzielt. Ein weiterer Ex-Fortune im 21/22er Kader der Gladbacher ist der starke Mittelfeldspieler Enrique Lofolomo. Nicht zu vergessen ist natürlich Phil Beckhoff, der bis zum Sommer in Wiedenbrück gekickt hat und dort mit 15 Treffern bester Torschütze war. 

„In Gladbach kommt er meistens über die rechte Seite“, sagt Daniel Brinkmann. Das kennt man auch aus der vergangenen Saison, als der 21-Jährige Linksaußen gerne mal die Seite tauschte, robbenlike nach innen zog, um mit dem hervorragenden linken Fuß abzuziehen. „In diese Position dürfen wir ihn nicht kommen lassen“, warnt der Trainer der Emsstädter. Phil Beckhoff hat bislang regelmäßig im Trikot mit der Raute gespielt und einen Saisontreffer auf dem Konto. „Morgen ist Phil nicht unser Freund“, betonte Brinkmann am Montag vor dem Abschlusstraining. 

Kader gibt Rotationsmöglichkeiten her

In dessen Verlauf schauten er und seine Trainerkollegen nochmals genau hin und tüftelten an den letzten Details des noch nicht völlig ausgereiften Matchplans. Wer in der Startelf steht, war noch nicht endgültig geklärt, zumal die Belastungssteuerung derzeit besonders wichtig ist. Vergangenen Freitag in Aachen, heute Gladbach, Freitag in Lotte und am Mittwoch darauf Westfalenpokal in Rhynern, da darf und sollte der ein oder andere mal durchschnaufen. Das ist jedoch unproblematisch, weil der Kader genügend Rotationsoptionen hergibt.

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