Empfindsam, leidenschaftlich und stets brillant


Kein Geheimtipp mehr sind die Konzerte der Reihe „Musica da camera“ in der Orangerie am Schloss Rheda. Auch die neue Saison hält Hochkarätiges bereit.

Zum Saisonauftakt und gleichzeitig zum 100. Geburtstag von Astor Piazzolla lädt das Cuarteto Repentino für Dienstag, 7. September, zu einem Konzert für Tangoliebhaber jeder Generation ein. Der unverwechselbare Klang des Bandoneons ist dabei die Stimme des Tango Nuevo.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Zu einer kulturellen Institution ist die Reihe „Musica da camera“ geworden. Seit mehr als einem Jahrzehnt gelingt es dem künstlerischen Leiter Dr. Rüdiger Krüger immer wieder aufs Neue, ein Programm zusammenzustellen, das nicht nur ein großes Stammpublikum begeistert, sondern auch neue Gäste, die die Konzerte in der Orangerie am Schloss Rheda zu schätzen wissen. 

Auf Augenhöhe

„Das Besondere daran ist, dass die Gäste mit den Künstlern auf Augenhöhe sind und interessante Gespräche entstehen“, beschreibt Krüger die Besonderheit dieser Kammerkonzerte. So entwickle sich ein intimer musikalischer Dialog zwischen den Spielenden einerseits und der Hörerschaft anderseits. Das Programm in der Orangerie (jeweils ab 20 Uhr) in der neuen Saison ist erneut vielfältig. 

Tango zum Auftakt

Zum Saisonauftakt und gleichzeitig zum 100. Geburtstag von Astor Piazzolla lädt das Cuarteto Repentino für Dienstag, 7. September, zu einem Konzert für Tangoliebhaber jeder Generation ein. Der unverwechselbare Klang des Bandoneons ist dabei die Stimme des Tango Nuevo. 

Ein kammermusikalischer Leckerbissen mit Cello und Klavier erwartet die Zuhörer am Dienstag, 12. Oktober. Leonid Gorokhov gehört zu den großen Cellisten weltweit, der für seine musikalische Reinheit, Lebendigkeit und brillanten Technik gelobt wird. Er konzertiert gemeinsam mit dem Cellisten Roland Krüger. 

Das Brentano-String-Quartet aus den USA wird am Mittwoch, 3. November, in der Orangerie erwartet. Die vier Musiker spielen Werke von Mendelssohn, Schubert und Brahms. Die Gruppe gewann bereits mehrere renommierte Wettbewerbe. 

Zum Weihnachtskonzert am Donnerstag, 16. Dezember, reist das Ensemble Concert Royal Köln an. Auf dem Programm steht „Musik der Empfindsamkeit“. Karla Schröter (Barockoboe) und Willi Kronenberg (Orgelpositiv) werden die Gruppe als Solisten begleiten. 

„Brezel trifft Baguette“ – so ist das Konzert am Montag, 10. Januar, überschrieben. Auf der Bühne stehen dann als Duo Maingold die jungen Musikerinnen Christina Bernard, Saxophon, und Lea Maria Löffler, Harfe. Das Rezept dieses Programms setzt sich aus zwei Zutaten zusammen: französischen und deutschen Komponisten. 

„Lassen Sie sich anstecken von der Leidenschaft unseres Programms mit dem Titel Gassenhauer“, sagt das Trio Arinto. Am Montag, 14. Februar, werden etliche „Evergreens“ zu Gehör gegeben – mit Beethoven beginnend und mit Brahms endend, aber auch durchaus mit modernen Einlagen.

Die Banff-Gewinner von 2016, das Rolston-Quartett, sind endlich nach der coronabedingten Zwangspause in Europa zu hören. Ihre Tournee führt das Ensemble aus Kanada am Freitag, 11. März, in die Orangerie. Es erklingen Werke von Josef Haydn, Gabriela Lena Frank, Augusta Read Thomas und Felix Mendelssohn. 

Zum Abschluss der Saison, am Donnerstag, 28. April, entführt das Ensemble Horizonte aus Detmold das Publikum ins Reich der Mythen, Fabeln und Fantasien. Denn was wäre die Musikgeschichte ohne den Blick in das Reich der Mythen? Und so spannt das Ensemble Horizonte einen Bogen zwischen alter und neuer Zeit.

Vorverkauf läuft

 Abonnements (Achter-Abo 144 Euro, Vierer-Abo 80 Euro) und Einzelkarten (22 Euro) für „Musica da camera“ sind ab sofort bei der Flora Westfalica unter w 05242/93010 sowie im Internet erhältlich. Der Eintritt ist nur möglich mit dem Nachweis geimpft, getestet oder genesen. Faltblätter mit dem Programm liegen bei der Flora Westfalica sowie in öffentlichen Gebäuden aus.

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