Gleissanierung zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde



6,4 Millionen Euro investiert die Bahn in die Erneuerung der Gleise. Dass auch nachts gearbeitet wird, bringt Anwohner um den Schlaf.

6,4 Millionen Euro investiert die Deutsche Bahn AG nach eigenen Angaben in die Sanierung des Streckenabschnitts zwischen den Bahnhöfen Rheda (Foto) und Oelde. Wegen des Umfangs der Maßnahme wird auch nachts an den Gleisen gearbeitet. Das Unternehmen bittet Anwohner deshalb um Verständnis. Die Erneuerungsarbeiten sollen noch mehrere Wochen dauern. Foto: Sudbrock

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Wer im Umfeld des Rhedaer Bahnhofs wohnt, findet in diesen Tagen nur schwer in den Schlaf: Grund sind umfangreiche – und laute – Bauarbeiten im Bereich der Gleise. Aufgrund der Größe der Modernisierungsmaßnahme wird auf der Baustelle nach Angaben der Deutschen Bahn AG auch nachts gearbeitet.

Wichtigste Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und Ostdeutschland

„Schlafen bei geöffnetem oder auf Kippe stehendem Fenster – das ist bei uns aktuell kaum möglich“, sagt ein Anwohner von der Brennereigasse am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Straße mit mehreren Wohnkomplexen befindet sich in Sichtweite zum Rhedaer Bahnhof und zur Bahnstrecke Hamm-Minden, die als Hauptachse des Schienenpersonen- und -güterverkehrs zwischen dem Ruhrgebiet und dem Osten Deutschlands gilt. Die 1847 in Betrieb genommene Strecke wurde mehrfach erweitert und ist einer der längsten viergleisigen Bahnabschnitte im Bundesgebiet.

Aktuell lässt die Deutsche Bahn AG den Streckenabschnitt zwischen Rheda-Wiedenbrück und Oelde für insgesamt 6,4 Millionen Euro sanieren. Betroffen ist von der Maßnahme nach Konzernangaben nicht nur die freie Strecke zwischen den Nachbarstädten. Auch die Gleisabschnitte innerhalb der Bahnhöfe Oelde und Rheda werden erneuert.

Fast 8000 Meter Gleisstrecke werden erneuert

Nach und nach sollen in den kommenden Wochen laut Deutscher Bahn insgesamt 7670 Meter Gleisstrecke auf Vordermann gebracht werden. Hinzu kommen sieben Weichen, die im Bereich der Großbaustelle liegen. Damit nicht genug: „Im Zuge der Maßnahme werden auch 12.000 Schwellen und 38.000 Tonnen Schotter erneuert“, lässt die Bahn auf Nachfrage dieser Zeitung wissen.

Anwohner der Bahnhöfe Oelde und Rheda sowie des Streckenabschnitts zwischen den beiden Haltepunkten bittet das Transportunternehmen um Verständnis. „Aufgrund des großen Pensums muss auch nachts gearbeitet werden“, heißt es in der Stellungnahme der Deutschen Bahn AG. Man sei aber bemüht, die Maßnahme so schnell wie möglich zum Abschluss zu bringen. Wahrscheinlich nicht zuletzt deshalb, damit die Gleisanrainer bald wieder in Ruhe schlafen können.

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