Grünes Licht für grüne Pracht in Rheda wahrscheinlich



Grundsätzlich unterstützt die Stadt den Antrag, einen Weihnachtsbaum für den Bahnhofsvorplatz anzuschaffen. Sie geht sogar noch weiter.

Jedes Jahr aufs Neue müssen – so wie hier das Exemplar vor dem Rathaus in Rheda – imposante Tannen besorgt werden, um aufs Weihnachtsfest einzustimmen. Für den Bahnhofsplatz schwebt der Verwaltung eine nachhaltigere und kostengünstigere Variante vor. Dort könnte bald ein Baum gepflanzt werden. Foto: von Stockum

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - In einen Antrag gegossen haben die Grünen ihr Anliegen, künftig zur Weihnachtszeit auf dem Vorplatz des Bahnhofs Rheda eine Tanne aufzustellen. Der Ort sei für viele Reisende, aber auch Einheimische das Eingangstor zur Stadt, begründet die Fraktion den Vorstoß, der bereits während einer Sitzung des Betriebsausschusses auf Zustimmung von Politik und Verwaltung getroffen war. 

Warmer Empfang

Am Donnerstag, 25. August, ist es am Ausschuss für Bauen und Stadtentwicklung, das Thema zu erörtern. Die Verantwortlichen im Rathaus empfehlen, grünes Licht zu erteilen. Das geht aus der Sitzungsvorlage hervor. Ein Tannenbaum, etwa zehn Meter hoch und mit LED-Beleuchtung ausgestattet, werde bei Besuchern und Bürgern einen warmherzigen Eindruck hinterlassen, schreiben die beiden Grünen Hagen Klauß und Hans-Hermann Heller-Jordan. 

Zwei Varianten

Im Rathaus sind in den vergangenen Wochen zwei Varianten in die engere Wahl gekommen. Die erste Möglichkeit sieht vor, auf dem Bahnhofvorplatz ein Fundament mit Stromanschluss für die jährlich wiederkehrende Aufstellung eines Baums zu erstellen. Dazu würden jedoch zunächst statische Berechnungen erforderlich, um die notwendige Dimension des Betonklotzes bestimmen zu können. 

Strom ist vorhanden

Geringstes Problem ist die Stromversorgung. Sie könne über die bereits vorhandene Mobilstation mittels einer neuen Kabeltrasse erfolgen, heißt es in dem Papier. Ist der Fuß erst einmal geschaffen, „wird eine würdige Nordmanntanne, die etwa zehn Meter hoch ist, erworben“, ins Fundament eingebracht und mit einer Lichterkette illuminiert. Der Pferdefuß an dieser Variante, ganz abgesehen vom ökologischen Aspekt, sind die Kosten: Mehr als 15 000 Euro würden im ersten Jahr fällig, schätzt die Stadt, alle zwölf Monate dann weitere 2200 Euro, um eine neue Tanne anzuschaffen. 

Nachhaltiger und kostengünstiger

Nachhaltiger und kostengünstiger ließe sich das schmückende Grün etablieren, wenn sich die Politik darauf einigt, einen Baum zu pflanzen und ihn zur Weihnachtszeit in Szene zu setzen. Damit er von Beginn an eine gewisse Wirkung entfaltet, rät die Verwaltung dazu, ein vier bis fünf Meter hohes Exemplar auszuwählen. Der Vorteil: Es entstehen nur für die einmalige Anschaffung Kosten. Der Aufwand für die Pflege durch den Bauhof sei zu vernachlässigen, heißt es. Unterm Strich geht die Fachabteilung einmalig von etwa 6000 Euro aus. Beginn der öffentlichen Sitzung ist um 17.30 Uhr in der Stadthalle.

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