In Bremen platzt für Wiedenbrücks Rugger der Knoten


Bislang gingen die Rugbyspieler des Wiedenbrücker TV auswärts stets leer aus. In Bremen sollte endlich der Knoten platzen.

Der Wiedenbrücker TV (schwarz-rote Trikots) beim Gasseneinwurf. Die gewonnenen Standardsituationen dieser Art ermöglichten den Gästen häufig gute Ausgangspositionen für ihre Angriffe.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Rugby-Zweitligist Wiedenbrücker TV hat bei Bremen 1860 sein drittes Auswärtsspiel in Folge bestritten und erstmals vor fremdem Publikum gewonnen. Am Ende hieß es 26:14 für die Gäste.

Oktober beschert doch noch Zählbares

Nach zwei deutlichen Niederlagen wollten die Emsstädter den Oktober mit etwas Zählbarem beenden. Ersatzgeschwächte Bremer bereiteten den Schwarz-Roten trotz Unterzahl ein kräftezehrendes Verteidigungsspiel. Schon nach fünf Minuten legte der kompakte Sturm der Hansestädter im Wiedenbrücker Malfeld ab. Danach gestaltete sich die Partie immer ausgeglichener. In der 18. Minute lief der WTVer Alexander Cordes ins gegnerische Malfeld ein. Nach missglücktem Erhöhungskick ging es mit einem Rückstand von 5:7 in die Pause.

In Hälfte zwei ein Duell auf Augenhöhe

In der zweiten Hälfte kamen die Gäste etwas besser mit der eigenen Spielstruktur zurecht. In der Verteidigung erhielt der Gegner phasenweise keinen Raum, sodass die Bremer zurückgedrängt wurden. Im Angriff bewies Wiedenbrück mehr Geduld und setzte von den Standards aus auch im offenen Spiel zu mehreren Phasen an. Schließlich tankte sich Mirko Lücke nach guter Vorarbeit von Bundesliga-Debütant Niclas Humpe ins Bremer Malfeld durch. Zum Zwischenstand von 7:19 führte der darauffolgende Versuch von Eckdreiviertel Youngster Cameron Lewis, der sein wohl bestes Spiel der laufenden Saison machte.

Bremen zeigt in Unterzahl Zähne

Mit lediglich 14 Mann immer noch in Unterzahl, bewies Bremen Kampfgeist und griff fortwährend an. Kurze Stürmerphasen zwangen Wiedenbrück weit zurück, bevor die Bremer Dreiviertelreihe auf 14:19 verkürzte. Es war nun ein Kräftemessen auf Augenhöhe. Sowohl Bremen als auch Wiedenbrück gerieten häufig unter Druck beim Versuch, den Gegner kurz vor dem Malfeld zu stoppen.

Routinier Jason Piper macht den Unterschied

Schließlich machte Gäste-Routinier Jason Piper als Eckdreiviertel den Unterschied und legte links außen im Malfeld der 1860er ab. Nach erfolgreicher Erhöhung auf 26:14 durch Kapitän Daniel Oberhardt war der langersehnte Auswärtssieg für den WTV perfekt. Mit vier gelegten Versuchen kam ein wichtiger Offensiv-Bonuspunkt hinzu. Großen Respekt verdiente sich das Bremer Team, das in Unterzahl Kampfgeist und Moral gezeigt hatte. Gelingt dies auch im Rückspiel, könnte das zweite Duell in Wiedenbrück noch spannender werden.

Der WTV erwartet am Samstag, 6. November, zum letzten Heimspiel der Hinrunde den TSV Viktoria Linden aus Hannover.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.