Jazzclub Rheda-Wiedenbrück präsentiert erstes Konzert


Im März hat sich der Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück gegründet,  jetzt steht das erste Konzert vor der Tür.

Prägen das Emile-Parisien-Sextett als Frontleute: Theo Croker (2. v. l.) und Emile Parisien (5. v. l.). Am Mittwoch, 24. August, 20 Uhr, tritt das Ensemble beim Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück im Abrahams am Rhedaer Bahnhof auf. Foto: Samuel Kirszenbaum/ACT

Rheda-Wiedenbrück (gl) - „Rheda-Wiedenbrück darf sich auf die Wunderwelt des zeitgemäßen Jazz freuen.“ So weckt Leo Lübke als Vorsitzender des neuen Jazz-Clubs der Emsstadt Erwartungen an das erste Konzert des Clubs. Zu Recht, denn Emile Parisen tourt erstmals mit einer transkontinentalen amerikanisch-europäischen Formation. „Ideale Voraussetzungen für den Start unserer Reihe“, sagt Lübke. 

Am 24. August im Abrahams

Das Konzert wird am Mittwochabend, 24. August, 20 Uhr, im Abrahams in der ehemaligen Brennerei Hagedorn in Rheda gegeben. Mit der Tour ehrt Emile Parisien die amerikanische Künstlerin Louise Bourgeois. Im Abrahams an der Bahnhofstraße in Rheda wird sich der Franzose mit dem Sopran-Saxophon gemeinsam mit dem aufstrebenden US-Trompeter Theo Croker präsentieren. Der verkörpert die afro-amerikanische Jazz-Tradition bewusst wie kaum ein anderer, ist zugleich aber mit Joe Martin am Bass und Nasheet Waits in der rein amerikanischen Rhythmus-Sektion bestens begleitet für den weitspannenden Dialog mit der italienisch-französischen Sektion. „Darin vereint Emile Parisen mit Pianist Roberto Negro seinen italienischen Duopartner und den in seinem Heimatland Frankreich stilprägenden Jazz-Gitarristen Manu Codija aus dem Parisen-Quartett Sfumatu. 

Beste Voraussetzungen für ein kraftvolles und hoch-intensives Crossover des Jazz“, heißt es in der Presseankündigung des Jazz-Clubs Rheda-Wiedenbrück, der im März dieses Jahres aus der Taufe gehoben wurde. Als Komponisten tragen außer dem zuletzt mit dem Deutschen Jazzpreis 2022 ausgezeichneten Saxophonisten Emile Parisen der gebürtige Österreicher Joe Zawinul ebenso bei wie die Bandmitglieder Croker, Negro und Codija mit markanten Stücken bei. Die sechs Musiker stehen für die Wunderwelt des zeitgemäßen Jazz. Lübke: „Genau gesagt, dafür brennen sie und kein hiesiger Ort ist dafür besser geeignet als die ehemaligen Brennerei Hagedorn am Bahnhof Rheda.“ Frei schwebender Stil trifft dort auf Industrie-Tradition – an diesem Abend nicht nur vom Ambiente her, sondern vor allem musikalisch. 

Weitere Konzerte für Herbst geplant

Damit startet der neu gegründete Jazz-Club Rheda-Wiedenbrück seine neue Veranstaltungsreihe „About Jazz“, der im Herbst zwei weitere Konzerte folgen sollen. Der Vorverkauf erfolgt online über den Webshop der Flora Westfalica und bei Eventim. Ab Montag sind die Karten an allen Vorverkaufsstellen zu erwerben. Am Veranstaltungstag ist eine Abendkasse ab 19 Uhr für Restkarten vorgesehen. Näheres über den Jazz-Club ist auch online zu erfahren. Er will seine Internetseite an diesem Wochenende freischalten www.jazz-club-rheda-wiedenbrück.de.

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