Löschzug Rheda absolviert vergangenes Jahr 228 Einsätze


Feuerwehrleiter Christian Kottmann hob bei der Hauptversammlung den großen Rückhalt aus Rat und Verwaltung für die Feuerwehr hervor.

Rückblick auf das Jahr 2021 hielt der Löschzug Rheda der Freiwilligen Feuerwehr während seiner Jahreshauptversammlung. Geehrte, Beförderte und Ehrengäste fanden sich nach der Versammlung im Gerätehaus zum Gruppenfoto zusammen.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Für 60 Jahre Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück ist jetzt im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Löschzugs Rheda Klaus-Dieter Fischer geehrt worden. Der Ehrenlöschzugführer wurde für seine wichtigen Leistungen rund um den Löschzug der alten Fürstenstadt mit stehenden Ovationen und langem Applaus bedacht. Die besondere Ehrung Fischers sollte nicht die einzige an diesem Abend bleiben. 

Lob vom Bürgermeister

Abgehalten wurde die Versammlung erneut pandemiebedingt nicht wie üblich im Januar, sondern im Herbst. Schriftführerin Kathrin Troschke blickte in ihrem Jahresbericht dennoch auf das Feuerwehrjahr 2021 zurück. Ihre Auswertung der Statistik ergab, dass die Zahl der Fehlalarme im vergangenen Jahr um sieben auf nun 36 Prozent gestiegen war. Zum Vergleich: Nur bei 17 Prozent der Einsätze handelte es sich noch um Brände. Troschke erinnerte unter anderem an den Großbrand im August 2021 in Nordrheda, bei dem eine Scheune den Flammen zum Opfer fiel. Auch die Hilfe bei der Jahrhundertflut kam zur Sprache. Im Berichtsjahr fuhr der Löschzug Rheda insgesamt 228 Einsätze, rückte durchschnittlich also alle 38 Stunden aus – eine große Herausforderung für die rein ehrenamtliche Einheit mit ihren zum Jahreswechsel 94 aktiven Mitgliedern. Bürgermeister Theo Mettenborg dankte in seinem Grußwort den ehrenamtlichen Rettern für ihre Einsatzbereitschaft. „Unsere Stadt kann sich glücklich schätzen, so eine gute Feuerwehr zu haben“, lobte das Stadtoberhaupt. 

Rheda-Wiedenbrücks Leiter der Feuerwehr, Christian Kottmann, hob den großen Rückhalt aus Rat und Verwaltung für die Feuerwehr hervor und appellierte, dass man bei allen anstehenden Herausforderungen „gemeinsam positiv nach vorne blicken muss“. Eine gute Feuerwehr lebt von Aus- und Weiterbildung. Beides machte der Feuerwehr auch 2021 die Pandemie schwer. Erst Mitte Mai konnte man wieder in den regelmäßigen Übungsdienst starten. An der Kreisfeuerwehrschule besuchten die Mitglieder insgesamt 47 Lehrgangs- und Fortbildungsmaßnahmen – deutlich weniger als in Zeiten vor Corona. Dennoch konnten sich 22 Mitglieder so weiterbilden, dass sie durch Christian Kottmann sowie Löschzugführer Andreas Harder und seine Stellvertreter Bernd Dust und Ron Schröter befördert wurden.

Neuaufnahmen und Beförderungen

Neu in den Löschzug aufgenommen und/oder nach bestandener Grundausbildung wurden folgende Mitglieder zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau befördert: Christian Herrmann, Semih Ergin, Jacob Gödde, Leon Habraken, Lukas Frese, Daniel Winter, Sören Keber, Timo Hildebrand, Niklas Müller und Anja Remmel. Zusätzlich wurde der neue Seelsorger des Löschzugs, Pfarrer Artur Töws, offiziell in die Einheit aufgenommen. Neu im Rang des Oberfeuerwehrmanns ist nun Attila Agoston. Neue Oberfeuerwehrfrauen wurden Nadine Klinik und Alana Behrendt. Beförderungen zum Hauptfeuerwehrmann/zur Hauptfeuerwehrfrau wurden ausgesprochen für Henriette Gomolka, Steven Jackisch, Marvin Rothland, Kathrin Troschke und Kai Wixmerten. Zum Oberbrandmeister/zur Oberbrandmeisterin wurden Christian Kunkel, Christian Neumann, Nicole Pollklas und Ansgar Brand befördert.

Für 60-jährige Mitgliedschaft im Löschzug Rheda wurde der Ehrenlöschzugführer Klaus-Dieter Fischer ausgezeichnet. Das Foto zeigt (v. l.) Bürgermeister Theo Mettenborg, den Leiter der Feuerwehr Christian Kottmann, den Geehrten Klaus-Dieter Fischer sowie Löschzugführer Andreas Harder.

Als Höhepunkt der Versammlung im Gerätehaus des Löschzugs am Eidhagen durfte sich Ehrenlöschzugführer Klaus-Dieter Fischer über seine Auszeichnung freuen. Von 1981 bis 1997 führte er den Löschzug. „Du warst und bist ein sehr geschätzter und gradliniger Kamerad und wurdest aufgrund deines besonderen Engagements rund um die Feuerwehr und die Roten Löwen am 21. Juni 1997 zum Ehrenlöschzugführer ernannt“, erinnerte Stadtbrandinspektor Christian Kottmann an das Wirken Fischers. Dieser brachte auch viel Wissen aus seiner beruflichen Tätigkeit unter anderem als Bezirksschornsteinfegermeister und Brandschutztechniker in den Löschzug ein. Fischer ist bis heute einer der Aktivposten der Ehrenabteilung der Roten Löwen. 

Aktivposten geehrt

Als Aktivposten in der Einsatzabteilung können Ron Schröter, Frank Ruenhorst und Christian Kunkel bezeichnet werden. Alle drei wurden mit dem Feuerwehrehrenzeichen in Silber für ihre 25-jährige Mitgliedschaft im Löschzug ausgezeichnet. Schröter war viele Jahre Gruppenführer und ist seit 2017 Teil der Löschzugführung. Frank Ruenhorst führt die Gruppe zwei des Löschzugs. Christian Kunkel ist Ruenhorsts Stellvertreter in der Gruppenführung der Gruppe zwei. Eine Auszeichnung für ihre zehnjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr erhielten die drei Hauptfeuerwehrmänner Jens Nungesser, Kai Wixmerten und Francesco Aquino sowie Oberbrandmeister Ansgar Brand. Bei den Vorstandswahlen ergab sich nur eine Veränderung: Oberfeuerwehrfrau Nadine Klink rückt für Oliver Grahl als stellvertretende Kassiererin in den Vorstand auf. Sie kümmert sich mit den Wiedergewählten Lena Edner und Christian Neumann um die Finanzen.

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