Neuland-Campus: Warum in Rietberg, fragen die Grünen?


Der Neuland-Campus wird in Rietberg entstehen. Warum nicht in Rheda-Wiedenbrück, fragen sich Lokalpolitiker der Grünen.

Auf dem Gelände des Bauhofs in Rietberg soll der Neuland-Campus entstehen. Warum das Projekt nicht in Rheda-Wiedenbrück verwirklicht wird, wollten jetzt die Bündnisgrünen wissen. Foto: Sudbrock

Rheda-Wiedenbrück (sud) - Der Neuland-Campus kommt – aber nicht nach Rheda-Wiedenbrück, sondern in die Nachbarstadt Rietberg. Und das, obwohl auch namhafte Firmen aus der Doppelstadt an der Ems hinter dem innovativen Gründer- und Technologiezentrum stehen und mit Christian Terhechte (Neuland Medien) der Ideengeber sogar seit Jahren in Rheda-Wiedenbrück beruflich aktiv ist. 

Grüne wollen Gründe wissen

Warum die Emsstadt bei der Standortwahl das Nachsehen hatte, wollte in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Bauen und Stadtentwicklung Alwin Wedler (Bündnis 90/Die Grünen) wissen. „Rietberg feiert den Zuschlag für den Neuland-Campus, wir haben das Rennen verloren“, stellte Wedler fest und schob nach: „Nicht, dass uns das auch beim Cobus-Campus passiert.“ Der IT-Entwickler aus Lintel plant wie berichtet den Neubau seines Firmensitzes mit angeschlossenem Digital-Campus auf dem Gelände des früheren Futtermittelwerks Liefu an der Heinrich-Heineke-Straße im Stadtteil Rheda. 

Spielt Geld eine Rolle?

Warum Rietberg und nicht Rheda-Wiedenbrück bei der Standortwahl für den Neuland-Campus die Nase vorn hatte, beantwortete der Technische Beigeordnete Stephan Pfeffer so: „Es ist eine sehr preisorientierte Entscheidung gewesen.“ Genaueres könne er auf Wunsch im nichtöffentlichen Teil des Liegenschaftsausschusses sagen. Der Neuland-Campus entsteht in Rietberg auf dem Gelände des Bauhofs, das die Investoren zu einer nicht genannten Summe von der Stadt erworben haben. Bezüglich des Projekts von Cobus-Concept in Rheda stellte Bauausschussvorsitzender Thomas Theilmeier-Aldehoff (Move) klar: „Dafür ist alles planungsrechtlich und politisch geebnet.“

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