Rheda-Wiedenbrücker kehren zurück auf Weg des Dialogs 



Im Rahmen eines Corona-Bürgerdialogs besteht Gelegenheit, zurückzufinden auf den Weg des wertschätzenden Dialogs, wie es heißt.

Miteinander statt übereinander zu reden, andere Meinungen zuzulassen – das ist nach Abgaben der Veranstalter Ziel des Bürgerdialogs zu den Corona-Maßnahmen. Daniel Vogl, dpa

Rheda-Wiedenbrück (kvs) - Zunächst schien es, als sei der Kampf gegen die Pandemie einer der medizinischen Art: Inzwischen aber wissen alle, dass es auch ein gesellschaftlicher Kraftakt ist, der dringend einer Aufarbeitung bedarf. Von Zusammenhalt und Solidarität ist kaum mehr etwas zu spüren. Stattdessen haben sich mitunter tiefe Gräben aufgetan, wo bis vor nicht allzu langer Zeit alles in bester Ordnung zu sein schien. Manchen waren die Schutzmaßnahmen zu lasch, anderen fehlte beinahe jedes Verständnis dafür. Es sei in dieser Zeit viel Ungerechtigkeit empfunden worden, sagte vor wenigen Tagen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer. „Diese Gesellschaft war gespalten.“ Jetzt müsse es darum gehen, wieder zusammenzukommen. 

Herausfordernde Zeit

Im Rahmen eines Bürgerdialogs am Mittwoch, 18. Mai, ab 19.30 Uhr in der Stadthalle an der Hauptstraße besteht Gelegenheit, zurückzufinden auf den Weg des wertschätzenden Dialogs, wie es in der Einladung heißt. So seien die beiden zurückliegenden Jahre für alle Bürger sehr herausfordernd gewesen. „Das hat Spuren hinterlassen – nicht nur bei jedem Einzelnen, sondern auch im gesellschaftlichen Miteinander.“ Unterschiedliche Sichtweisen und Wahrnehmungen hätten an verschiedenen Stellen zu Spannungen geführt, „die dankenswerter Weise in unserer Stadt durchweg friedlich ausgetragen wurden“. 

Andere Meinungen zulassen

Miteinander statt übereinander zu reden, andere Meinungen und Sichtweisen zuzulassen – das ist nach Abgaben der Veranstalter Ziel des Bürgerdialogs, zu dem man Fachleute aus verschiedenen Bereichen eingeladen hat. „Wir glauben, dass dieses mehr als notwendig ist, denn Corona ist noch nicht vorbei.“ Diskutieren möchte man mitunter voneinander abweichende Perspektiven hinsichtlich der Pandemiemaßnahmen des Gesetzgebers. 

Eintritt frei

Erwartet werden auf dem Podium der Mikrobiologe und Beauftragte für biologische Sicherheit, Dr. Andreas Bermpohl, die Veterinärmedizinerin Dr. Christiane Braun, der Internist, Labormediziner und Molekularbiologe Professor Dr. Paul Cullen, Jörg Droste, Rektor am Einstein-Gymnasium in Rheda, Dr. Rainer Schnippe, Chefarzt am Sankt-Vinzenz-Hospital in Wiedenbrück. 

Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. Die Moderation übernehmen Melanie Beforth und Thomas Theilmeier

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