Wiedenbrücker Funkloch: Mobiler Mast schafft Abhilfe


Das Wiedenbrücker Funkloch könnte schon bald der Vergangenheit angehören. Ein mobiler Mast steht kurz vor der Inbetriebnahme.

Darüber, dass bald die Lücke im Funknetz geschlossen werden kann, freuen sich (v.l.) Bürgermeister Theo Mettenborg, Berthold Linnemannstöns von der Deutschen-Funkturm-GmbH und Tiefbauamtsleiter Michael Duhme. Für den Übergang soll ein Funkmast auf dem städtischen Grundstück des alten Wiedenbrücker Bahnhofs Abhilfe bei den Störungen schaffen.

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Nach Vandalismusschäden hatte ein wichtiger Funkmast der Telekom entfernt werden müssen. Für einen großen Teil der Innenstadt bedeutete das eine Störung des Mobilfunknetzes. Zahlreiche Beschwerden sind bei der Telekom und der Stadt eingegangen. Nun ist eine Lösung in Sicht, heißt es aus dem Rathaus.

Stadtverwaltung stellt kommunales Grundstück zur Verfügung

„Mobile Kommunikation ist heute unverzichtbar. Wir haben deshalb gerne ein kommunales Grundstück für die Übergangslösung zur Verfügung gestellt. Wir sind der Deutschen Funkturm dankbar, dass sie zunächst eine mobile Alternative bereitstellt“, stellt Bürgermeister Theo Mettenborg bei der Positionierung des Provisoriums auf dem städtischen Grundstück des alten Wiedenbrücker Bahnhofs fest.

Der Mast wird nun in Betrieb genommen – was allerdings ein technisch aufwendiges Verfahren ist. „Die Antennen müssen sorgfältig in das vorhandene Netz eingepasst werden, so dass es keine störenden Überlappungen mit den Funksignalen umliegender Mobilfunkmasten gibt. Diese so genannte Netzintegration erfolgt in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur. Bis spätestens Ende des Monats wird der Mast online und die Versorgung wieder hergestellt sein,“ erläutert Berthold Linnemannstöns von der Deutschen-Funkturm-GmbH die weiteren Schritte, damit das Funkloch geschlossen werden kann.

Generator liefert den benötigten Starkstrom

Bürgermeister und Stadtverwaltung haben sich eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Wochen intensiv mit Telekom, Funkturmbetreiber und Energieversorgern besprochen, um schnell die entstandene Lücke zu füllen. Dass das nicht rascher möglich war, liegt vor allem daran, dass zahlreiche mobile Funkmasten und Technik-Experten, ebenso wie die meisten mobilen Stromgeneratoren nach der Flutkatastrophe im Ahrtal eingesetzt wurden, informiert die Stadt in einer Pressemitteilung.

Nun sei einer der ersten freigewordenen Masten auf dem alten Bahnhofsgelände aufgestellt worden. Er werde zunächst von einem mobilen Generator mit Starkstrom versorgt, an der festen Versorgung werde bereits gearbeitet. Die Deutsche Funkturm sucht unterdessen parallel einen neuen Standort für einen dauerhaften Antennenträger. Interessierte Eigentümer können ihre Dach- oder Freiflächen unter www.dfmg.de als mögliche Standorte anbieten.

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