Wiedenbrücks Klostergenossen sind „Westfalen-Beweger“ 


Den Preis „Westfalen-Beweger“ hat die Wiedenbrücker Klostergenossenschaft erhalten. Auch, weil das Umfeld von ihr profitiert.

Bewegen Westfalen: (v. l.) Gerd Meyer-Schwickerath mit Ulrike Wesely, Liz Lammers (Mut-Sauerland), Linn Kaßner-Dingersen, Anna-Lena Altehoff (SheDoesFuture), Krystyna Strozyk (Mulingula) sowie Michael und Sonja Rakete (Kloster Wiedenbrück).

Rheda-Wiedenbrück (gl) - Die Stiftung Westfalen-Initiative hat in Soest zum siebten Mal ihren Preis für herausragendes bürgerschaftliches Engagement, den „Westfalen-Beweger“, verliehen. Den ersten Platz teilen sich die die Genossenschaft Kloster Wiedenbrück aus Wiedenbrück und die gemeinnützige Unternehmergesellschaft (UG) „SheDoesFuture“ aus Bad Oeynhausen. Ihr Wirken wird mit jeweils 5000 Euro prämiert. 

Unternehmerische Strukturen

Über jeweils 3000 Euro für den zweiten Platz freuen sich die Aktiven der Vereine Mut-Sauerland aus Kirchhundem-Silberg und der Mulingula aus Münster. Der Jury des Wettbewerbs fiel ihre Entscheidung nicht leicht: Unter den im ersten Wettbewerbsjahr ausgezeichneten acht Initiativen, die nun in der Hauptrunde um die Plätze konkurrierten, seien durchgängig starke Bewerber gewesen, teilen die Veranstalter mit. „Dass nun die beiden Erstplatzierten eine besondere Organisationsform aufweisen, signalisiert uns, dass sich Engagement heute nicht mehr nur im Verein abspielt, sondern auch unternehmerische Formen findet“, betont der Geschäftsführer der Stiftung Westfalen-Initiative, Gerd Meyer-Schwickerath. 

Umfeld profitiert

„Schön ist, dass sich die Preisträger auch dadurch auszeichnen, Hauptthemen der Stiftung gut abzubilden: mit zwei Bildungsprojekten und zwei Projekten, in denen Bürger sich durch Eigeninitiative Orte der Kultur und des Austauschs schaffen, stehen Sie für gelungene Stärkung subsidiärer Strukturen“, ergänzt Meyer-Schwickerath. „Bei unseren Vor-Ort-Besuchen haben wir gesehen, wie sehr die nahe Umgebung durchweg von dem persönlichen Einsatz der Engagierten profitiert. Unser Preis soll daher als Ansporn und Anerkennung dienen, auf dem eingeschlagenen Weg weiterzumachen und andere zur Nachahmung anzuregen.“ 

Knapp 60 Bewerbungen

Mit der Siegerehrung endete der siebte Wettbewerb „Westfalen-Beweger“. Er würdigt Gruppen in Westfalen, die in außergewöhnlicher Weise gesellschaftliche Probleme eigeninitiativ annehmen und durch bürgerschaftliches Engagement lösen. Aus insgesamt knapp 60 Bewerbungen wurden zuletzt acht Projekte gewürdigt, die im Lauf des Wettbewerbs weiterentwickelt wurden.

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