WTV-Rugbyspieler mit NRW-Auswahl DM-Vierte


Seit vielen Jahren wird in Wiedenbrück Rugby gespielt. Dass auch die WTV-Talente konkurrenzfähig sind, bewies die Deutsche Meisterschaft.

Einige U16-Rugbyspielerinnen und -spieler des Wiedenbrücker TV spielten kürzlich mit der NRW-Auswahl um die Deutsche Meisterschaft. In Berlin drang das Team bis in die Partie um den dritten Rang vor. WTV

Rheda-Wiedenbrück / Berlin (gl) - Kürzlich hat sich die U16-Rugby-Mannschaft auf den Weg nach Berlin gemacht, um als Teil der Auswahl Nordrhein-Westfalens an der Deutschen Meisterschaft in Berlin teilzunahmen. In der Hauptstadt zog das NRW-Team bis in die Partie um den dritten Rang der nationalen Titelkämpfe ein. 

Gegner aus allen Regionen der Republik

Im Verlauf der Deutschen Meisterschaft bewiesen die Talente aus der Emsstadt, „dass auch in Rheda-Wiedenbrück Rugby gespielt werden kann“, hieß es von Seiten des WTV. Gemeinsam mit Aktiven aus Köln trat der heimische Nachwuchs als SG Wiedenbrück/ Köln gegen weitere acht Mannschaften an – darunter Teams aus Heidelberg, Frankfurt, Hannover und Berlin. Der überwiegende Teil der NRW-Spielerinnen und Spieler stammte aus Wiedenbrück. Der WTV stellte 14 Teammitglieder, sieben kämpfen im Liga-Betrieb für Köln. 

Mehr als 200 Rugbyspieler traten am ersten DM-Tag in zwei Gruppen an. Die Spielgemeinschaft NRW setzte sich mit drei von vier gewonnenen Spielen prima in Szene und belegte am Ende den zweiten Platz in ihrer Gruppe. Somit war der Einzug ins Halbfinale perfekt. 

Im Halbfinale gegen den späteren Titelträger

Kein Geringerer als der spätere Deutsche Meister Frankfurt 1880 war in der Vorschlussrunde der nächste Kontrahent. Die Partie war sehr spannend und begeisterte die vielen mitgereisten Fans aus Wiedenbrück und Köln. Nach einer eher punktreichen ersten Halbzeit zugunsten der Frankfurter (24:03) drehte deren Konkurrent das Spiel in der zweiten Halbzeit. 

Die Spieler vom Main wirkten überrascht, weil sie im zweiten Abschnitt unter Druck und kickten somit den Ball in der letzten Situation aus dem Spielfeld, um den Einzug ins Finale nicht zu gefährden. Tatsächlich setzte sich Frankfurt letzten Endes mit 24:15 durch. Somit folgte der nächste Auftritt der NRW-Auswahl im Halbfinale gegen eine kombinierte Mannschaft aus Heidelberg und Worms. 

Verletzungspech im Platzierungsspiel

Aufgrund von Verletzungspech musste Nordrhein-Westfalen geschwächt auflaufen, kämpfte aber dennoch um jeden Meter. Schlussendlich feierte die Spielgemeinschaft aus Heidelberg und Worms einen 30:0-Sieg und beendete damit die NRW-Hoffnungen auf einen Podestplatz.

„Wir sind stolz darauf, dieses Team als Trainer bei den Deutschen Meisterschafen begleitet zu haben und noch viel mehr darauf, dass wir das einzige Team waren, dass mit sechs potenziell spielberechtigten Spielerinnen angereist ist. Wir konnten nach nur zwei Trainings und einem Testspiel eine leistungsfähige Spielgemeinschaft aus dem Boden stampfen. Das gesamte Team hat gezeigt, dass sich der RSV Köln und Wiedenbrücker TV keinesfalls hinter den großen Vereinen wie Frankfurt 1880 oder den Heidelberger Mannschaften verstecken müssen“, erklärten die Trainer Henrick Schildheuer, Daniel Oberhardt (beide WTV) und Felix Gajewski (Köln) unisono.

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