Gymnasium Rietberg führt Juniorwahl durch


23 Jugendliche zeichneten als Wahlhelfer für einen gelungenen Ablauf in dem für zwölf Stunden geöffneten Wahllokal verantwortlich.

Bestens vorbereitet: (v. l.) Mia Bergmeier, Franka Oberdieck und Jette Wiesel haben zusammen mit 20 weiteren Wahlhelfern den Urnengang am Gymnasium Nepomucenum Rietberg im Rahmen der Juniorwahl organisiert und durchgeführt. Foto: GNR

Rietberg (gl) - Schüler der Stufen acht bis Q2 am Gymnasium Nepomucenum Rietberg (GNR) haben kurz vor dem offiziellen Wahlsonntag den Urnengang geprobt. Die Heranwachsenden machten ihr Kreuzchen im Rahmen der Juniorwahl, dem größten Projekt zur politischen Bildung in Deutschland. Die Simulation beinhaltet einen wirklichkeitsgetreuen Ablauf mit Wahllokal und originalem Material inklusive Wahlbenachrichtigungen, Wählerverzeichnis, Stimmzetteln, die exakt denen des Wahlkreises 131/Gütersloh I entsprechen, Wahlkabine und -urne. 

Intensiv auf Urnengang vorbereitet 

Vorab hatten sich die Schüler ausführlich mit ihren Fachlehrern vor allem in den Fächern Wirtschaft, Politik (Sekundarstufe I) und Sozialwissenschaften (Sekundarstufe II) mit dem Bundestag, den Parteien sowie ihren Wahlprogrammen und dem Wahlsystem beschäftigt. Die Q2 konnte zudem in einer zweistündigen Online-Podiumsdiskussion mit fünf Direktkandidaten aus dem regionalen Wahlkreis in den Austausch treten und diesen Fragen zu ausgewählten Themenbereichen stellen. Die Sowi-Zusatzkurse der Q2 hatten Informationswände gestaltet, die rege in Anspruch genommen wurden und Diskussionen unter den Jugendlichen anregten. 

„Genau dieses Interesse an der Auseinandersetzung mit den Parteien und dem Wahlablauf wollten wir durch die zweite Teilnahme des GNR an diesem Projekt in Gang setzen“, sagt Lehrerin Christiane Urban, die zusammen mit ihren Kollegen Sarah Finkeldei und Simon Kuhlmann (alle Politik-/Sowi-Fachschaft) die Juniorwahl organisiert hat. Ziel sei es zudem gewesen, handlungsorientiert das Wählen als wichtiges Demokratieelement erfahrbar zu machen und in allen Schritten praktisch durchzuführen sowie eventuelle Hemmungen abzubauen. 

„Man kennt jetzt den Ablauf“

„Man kennt jetzt den Ablauf, man ist vorbereiteter auf die Wahlen in unserer Zukunft“, formuliert es Svenja aus der Q2 nach ihrer Stimmabgabe. Ihre Mitschülerin Julia pflichtet ihr mit Blick auf die Altersstruktur bei: „Durch die Juniorwahl beschäftigt man sich viel mit den Parteien und Programmen. Es ist ja auch interessant vor dem Hintergrund, dass die Herabsetzung des Wahlalters auf 16 Jahre immer wieder in der Diskussion ist. Vielleicht ist es auch aufschlussreich für die Parteien, diese Wahlergebnisse in unserer Altersstufe zu erfahren und zu analysieren.“ 

Insgesamt engagierten sich 23 Jugendliche als Wahlhelfer und zeichneten mit hoher Einsatzfreude und Selbstständigkeit für einen gelungenen Ablauf in dem für zwölf Stunden geöffneten Wahllokal verantwortlich. Die Stufen wurden – passend zum Hygienekonzept unter Pandemiebedingungen – klassen- sowie kursweise begleitet von den jeweiligen Fachlehrern zur Urne gebeten. Das schulinterne Wahlergebnis wurde am Bundestagswahlsonntag um 18 Uhr veröffentlicht.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.