Johanneskapelle Rietberg: Land bezuschusst Sanierung


Rund 255.000 Euro werden fließen. Bürgermeister Andreas Sunder zeigte sich sehr erfreut über diese Nachricht.

Geld vom Land gibt es nun für die Sanierung der Rietberger Johanneskapelle. NRW-Landtagspräsident André Kuper (CDU) kündigte einen Zuschuss in Höhe von rund 255.000 Euro an. Foto: Schulte-Nölle

Rietberg (gl) - Das Land NRW fördert die Sanierung der Rietberger Johanneskapelle mit einem Zuschuss von rund 255.000 Euro. Das hat am Freitag der heimische CDU-Abgeordnete und Landtagspräsident André Kuper bekanntgegeben. „Ich freue mich sehr, dass dieses kostbare baugeschichtliche Kleinod nun mit Landesmitteln renoviert werden kann. Das Gebäude ist in seiner Art und Historie einmalig“, wird er in einer Pressemitteilung zitiert. 

André Kuper: „Ein wirkliches Juwel“

Für die NRW-Koalition von CDU und FDP sei die Denkmalförderung eine Herzensangelegenheit. „Der Erhalt und die Pflege unserer kulturellen Wurzeln sind immens wichtig für unsere Identität. Unser neues Denkmalförderprogramm umfasst ein landesweites Volumen von 30 Millionen Euro“, sagt Kuper. Unterstützt würden Kommunen wie auch Maßnahmen im Privatbesitz, Vereine, Stiftungen und Kirchen. Insgesamt würden rund 360 Projekte im laufenden Jahr subventioniert. 

Die Johanneskapelle begleitet André Kuper bereits seit langer Zeit, vor allem während seiner Jahre als Rietberger Bürgermeister. Seit 1999 ist das Gebäude in kommunalem Besitz und damit öffentlich nutzbar. 2021 hatte Kuper gemeinsam mit Ministerin Ina Scharrenbach, verantwortlich für das Ressort Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, die Sehenswürdigkeit unweit der historischen City besucht. „Sicherlich ist die Kapelle das wertvollste Baudenkmal der Stadt und eigentlich ein wirkliches Juwel“, hatte er anlässlich des Treffens mit den Fraktionsvertretern im Rietberger Rat und Bürgermeister Andreas Sunder im August gesagt. Ina Scharrenbach hatte sich beeindruckt von dem Gebäude mit seiner markanten Schönheit gezeigt und zu diesem Zeitpunkt schon optimistisch geäußert, dass die Kommune Fördermittel würde erhalten können. Sie empfahl eine Kombination der Landesmittel mit Stiftungsgeldern. 

Weitere Landesmittel für Privatleute

Sunder hatte vor den Vertretern der Landesregierung deutlich gemacht, dass auch ihm der Erhalt des denkmalgeschützten Bauwerks äußerst wichtig sei. Zur aktuellen Förderzusage erklärte er spontan: „Dass unser Antrag an das Land persönliche Unterstützung erfahren hat durch Ministerin Ina Scharrenbach und Landtagspräsident André Kuper, freut mich sehr. Denn immerhin handelt es sich bei der Johanneskapelle um das bedeutendste Denkmal im Stadtbild, das eine sehr starke Verbindung zur ehemaligen Grafschaft aufweist.“ Übrigens: Über Förderzusagen dürfen sich auch Privatleute freuen. In Langenberg, Verl und Rietberg gibt es für drei Sanierungsvorhaben im Denkmalschutz rund 108.000 Euro.

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