Kanalsanierung in Neuenkirchen, Rietberg, Westerwiehe


Die Stadt weist darauf hin, dass sich Grundstückseigentümer durch Rückstausicherungen gegen eventuelle Schäden schützen müssen.

In Rietberg, Neuenkirchen und Westerwiehe müssen Schmutz- und Regenwasserkanäle ausgebessert werden. Das geschieht zwar in geschlossener Bauweise, also ohne Aufgrabung, dennoch ist mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen.

Rietberg (gl) - In den kommenden Wochen werden in Neuenkirchen, Rietberg und Westerwiehe Schmutz- und Regenwasserkanäle saniert. Wie die Stadt mitteilt, können die Schäden zwar in geschlossener Bauweise behoben werden, also ohne Aufgrabung. Dennoch ließen sich Verkehrsbehinderungen nicht vollständig vermeiden. So müssen Sanierungsfahrzeuge verschiedener Firmen über mehrere Monate hinweg immer wieder einmal an den Schächten stehen. 

Voraussichtlich ab Montag beginnen Fräsmaßnahmen

In Neuenkirchen wird im Bereich Diekamp, Lange Straße und Gütersloher Straße gearbeitet. In Rietberg ist dies am Azaleenweg, Asternweg, Bahnhofstraße, Dasshorststraße, Fliederweg, Gladiolenweg, Krokusweg, In den Emswiesen, Rinnerforth und Seppelerstraße der Fall. In Westerwiehe ist Im Thüle mit Behinderungen zu rechnen. Voraussichtlich ab Montag, 20. September, beginnen an vereinzelten Stellen Fräsmaßnahmen. 

Mittels einer TV-Befahrung seien die Kanäle bereits näher untersucht worden, heißt es aus dem Rathaus. Eine Fachfirma hat dazu eine spezielle Kamera auf einen kleinen Wagen montiert, der nach vorangegangener Kanalreinigung in den Schacht eingesetzt wurde. Das Gefährt durchfuhr das Rohr und übermittelte Daten, Bilder sowie Videos an ein überirdisch den Weg nachvollziehendes Inspektionsfahrzeug. In den kommenden Wochen folgt nun das sogenannte Schlauchlining. „Dies ist ein gängiges Verfahren zur Sanierung von Entwässerungskanälen – und zwar ohne zu graben“, schreibt die Stadt. Hierbei werde ein mit Kunstharz getränkter Kunststoffschlauch in den Kanal eingezogen oder eingestülpt, der anschließend aushärtet. 

Insgesamt werden etwa 1,3 Kanal-Kilometer repariert

Insgesamt müssen etwa 1,3 Kilometer Schmutz- und Regenwasserhauptkanal repariert sowie renoviert werden, inklusive Anbindung der Hausanschlussleitungen. Die Arbeiten sind mit Kosten in Höhe von rund 500.000 Euro veranschlagt und dauern mit mehreren Unterbrechungen bis zum Ende des Jahres. „Auf die Anlieger kommen durch die Maßnahme keine Kosten zu“, stellt die Kommune heraus. 

Die Abteilung für Tiefbau und Stadtentwässerung weist außerdem darauf hin, dass sich Grundstückseigentümer durch Rückstausicherungen gegen eventuelle Schäden schützen müssen und die Rückstauverschlüsse regelmäßig warten sollten. Denn bereits im normalen Betrieb einer Kanalisation könne es zulässigerweise dazu kommen, dass das Abwasser unter Rückstau bis zur Höhe der Straßenoberkante abfließt. 

Rückstausicherungen überprüfen

Da während der Sanierungsarbeiten der Abfluss im Schacht zeitweise eventuell behindert werde, könne es in diesem Zusammenhang häufiger oder auch in anderen Bereichen als im Normalbetrieb zu einem Abfluss unter Rückstau kommen. Daher wird empfohlen, die Funktion der entsprechenden Sicherung zu überprüfen, um Wasserschäden im Keller zu vermeiden.

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