Nahwärmenetz Rietberg: Zwei Sperrungen weg, zwei neu


Ab Montag müssen die Klosterstraße sowie der Abschnitt zwischen Bolzenmarkt und Emsstraße gesperrt werden.

Derzeit ist eine Längsseite des Parkplatzes am Schulzentrum Rietberg blockiert. Ab kommender Woche soll diese Einschränkung jedoch wegfallen, teilt die Stadt mit. Dafür wird die Klosterstraße für Untersuchungen im Kontext mit dem Nahwärmenetz gesperrt, und auch der Abschnitt zwischen Bolzenmarkt und Emsstraße ist für die Dauer einer Woche dicht. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg (gl/ssn) - Die Arbeiten am Nahwärmenetz in der Rietberger Innenstadt schreiten voran. Wie die Stadt mitteilt, werden zwei zentrale Einschränkungen im öffentlichen Straßenraum ab Montag, 25. Oktober, entfallen. 

Pufferspeicher sowie zwei Schornsteine werden geliefert

Aktuell ist ein Teil des Parkplatzes am Schulzentrum für Erdarbeiten gesperrt. Dieser Abschnitt werde in der kommenden Woche fertiggestellt, so dass dort wieder mehr Stellflächen zur Verfügung stehen und Fußgänger diesen Bereich unkompliziert passieren können, heißt es. Temporäre Einschränkungen bleiben demnach aber bestehen, weil Baufahrzeuge und Material im Zusammenhang mit dem Neubau des Schulzentrums Platz benötigen. Passend zum Ende der Herbstferien werde ebenfalls die Sperrung des Fuß- und Radwegs Am Seeufer, der hinter dem Freibad verläuft, aufgehoben. Viele Kinder und Jugendliche nutzen ihn auf dem Weg zur Schule. 

Ab Montag, 7 Uhr, muss die Klosterstraße in der Rietberger Innenstadt für Untersuchungen im Kontext mit dem Nahwärmenetz gesperrt werden. Auf dem Abschnitt zwischen Bolzenmarkt und Emsstraße wird zudem für die Dauer einer Woche eine Vollsperrung eingerichtet. Wie die Kommune informiert, werden für die eigentliche Heizzentrale, die derzeit auf einem an den Torfweg grenzenden Teilstück des Sportplatzes entsteht, in den kommenden Wochen ein Pufferspeicher sowie zwei Schornsteine geliefert. 

Holzhackschnitzelanlage produziert die Wärme

Die gesamte Maßnahme, die Nahwärmenetz, Heizzentrale sowie Gebäudeübergabestationen umfasst und rund 5,7 Millionen Euro kostet, soll im Herbst 2022 fertiggestellt sein. Die Wärme, die künftig das Schulzentrum mit Gesamtschule und Gymnasium (inklusive Neubau), Cultura, Freibad mit Kesselhaus und Umkleidegebäude, Progymnasium, Emsturnhalle sowie die Verwaltungssitze Rügenstraße 1, Bolzenmarkt 2, 4 bis 6 und Rathaus versorgen wird, produziert eine Holzhackschnitzelanlage. 

Das Holz, das ausschließlich aus der Region bezogen werden soll, wird in einem Kessel mit einer Leistung von 850 kW verfeuert. Darüber hinaus steht ein Gaskessel mit 1490 kW zur Verfügung, der jedoch lediglich zu Spitzenlast-Zeiten in Betrieb genommen wird. Insgesamt wird die Heizzentrale einen Energieverbrauch durch die abnehmenden kommunalen Gebäude von im Schnitt 3,5 Millionen Kilowattstunden abdecken müssen. Das Nahwärmenetz, das die Wärme über auf Temperatur gebrachtes Wasser zu den Zielorten transportiert, ist rund 1,6 Kilometer lang. Es soll bereits im März fertig sein.

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