Rietberger Feuerwehr rettet Schaf aus der Ems



Einsatzkräfte des Löschzugs Rietberg der Feuerwehr haben am Dienstag ein Schaf, das in die Ems gefallen war, vor dem Ertrinken gerettet.

Vor dem Ertrinken gerettet wurde am Dienstag dieses Schaf. Eine aufmerksame Spaziergängerin hatte das Tier in dem Fluss entdeckt und darauf die Feuerwehr informiert.

Rietberg (lani) - Ein solches Hilfegesuch ist auch für die einsatzerprobten Kräfte des Löschzugs Rietberg alles andere als alltäglich: Am Dienstagnachmittag ist der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt ein in der Ems treibender Verunfallter gemeldet worden. Bei dem Betroffenen handelte es sich jedoch mitnichten um eine hilflose Person, der etwa beim Schwimmen die Puste ausgegangen war, sondern um ein Tier, das am Ufer offenbar ins Rutschen gekommen war und den Halt verloren hatte. 

Aufmerksame Spaziergängerin meldet sich

Eine aufmerksame Spaziergängerin hatte das braune Schaf, das in der Strömung strampelte und bereits Erschöpfungserscheinungen zeigte, im Wasser entdeckt und schnell reagiert. Zwar schaffte sie es allein nicht, das braune Huftier an Land zu ziehen, jedoch konnte sie es an den Hörnern mit einer Hundeleine fixieren, so dass es nicht unterging. Zudem rief die Frau unmittelbar im Gerätehaus des Löschzugs Rietberg an, wo man schnell den Ernst der Lage erkannte und ausrückte. 

Binnen weniger Minuten waren die Blauröcke der Emsstadt mit einem Trupp zur Stelle. Mit gemeinsamen Kräften zogen mehrere Feuerwehrmänner das zu diesem Zeitpunkt bereits völlig entkräftete Schaf aus dem Fluss ans rettende Ufer. Dort zeigte sich, dass der Einsatz gerade noch zur rechten Zeit gekommen war. „Wie bei Menschen ist die größte Gefahr neben der des Ertrinkens, dass ein Tier im Wasser unterkühlt, wenn es sich zu lange darin befindet“, erläutert Löschzugführer Manuel Paehler, der mit seinen Kameraden gegen 15 Uhr vor Ort war. 

Tier ist völlig entkräftet

Entsprechend musste auch der Paarhufer nach der Rettung erst einmal „auftauen“ und seine dicke Wolle trocknen, bevor er wieder zu Kräften und schließlich auf die Beine kam. Er könne sich nicht daran erinnern, dass der Löschzug Rietberg in der Vergangenheit jemals zu einer Schafrettung ausrücken musste, sagt Paehler. Gleichwohl sei der ungewöhnliche Einsatz reibungslos und erfolgreich verlaufen. Das gerettete Schaf wurde von den Einsatzkräften an den Besitzer übergeben.

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