Schulpflegschaften fordern Raumlufttechnische  Anlagen


Die Schulpflegschaften aller Rietberger Grundschulen fordern Luftfilteranlagen an ihren Bildungsorten sowie für die fünfte und sechste Klasse des Gymnasiums.

Stoßlüften gilt in der Pandemie auch an Schulen als probates Mittel gegen Infektionsketten. Doch mit dem Herbst sinken die Temperaturen – und spätestens im Winter wird es in den Unterrichtsräumen richtig ungemütlich, müssen alle fünf Minuten die Fenster aufgerissen werden. Die Schulpflegschaften aller Rietberger Grundschulen fordern Luftfilteranlagen an ihren Bildungsorten sowie für die fünfte und sechste Klasse des Gymnasiums Nepomucenum. Foto: dpa

Rietberg (gl) - In einer gemeinsamen Stellungnahme sprechen sich die Schulpflegschaften aller Rietberger Grundschulen für Luftfilteranlagen an ihren Bildungsorten sowie für die fünfte und sechste Klasse des Gymnasiums Nepomucenum aus. In den vergangenen Wochen habe man mit Hochdruck daran gearbeitet, zusammen mit der Stadt einen Konsens darüber zu finden, wie die ungeimpfte und damit ungeschützte Gruppe der Kinder in Rietberg im Herbst maximalen Schutz erfahren kann, heißt es dazu in dem Schreiben. 

Ergebnis soll im Bauausschuss am 9. September vorgestellt werden

Mitte August fand demnach ein Gespräch zwischen Bürgermeister Andreas Sunder und den Schulpflegschaften statt, um in eine zielführende Diskussion zu treten. Aktuell werde analysiert, welche Filter (stationär oder mobil) für diesen Zweck in Frage kommen, wobei Raumlufttechnische (RLT) Anlagen primär in den Fokus gerückt seien. Das Ergebnis der Diskussion werde im Bau- und Verkehrsausschuss am Donnerstag, 9. September, vorgestellt. 

Die RLT-Anlagen sollen in den genannten Klassen verbaut und über ein entsprechendes Förderprogramm des Bunds mit einer Finanzierungsrate von 80 Prozent beantragt werden. Eine bauliche Umsetzung könne unmittelbar nach Genehmigung der Subventionen erfolgen, informieren die Schulpflegschaften. „Realistisch betrachtet bedeutet das, Rietberg kann ab Januar 2022 mit technischer Unterstützung auch Schüler schützen, was in Anbetracht des anstehenden Herbstes und der Erfahrungen der vergangenen Jahre zeitlich recht bedauerlich ist.“ 

Daher werde die Stadt auf Drängen der Schulpflegschaften mobile Anlagen als Übergangslösung prüfen, wobei man voraussichtlich auf Miet- oder Leasing- Geräte zurückgreifen werde. Diese sollen in Form eines Hybridmodells genutzt werden, bis alle Klassen mit RLT-Anlagen ausgestattet sind. „Selbstverständlich bleiben die bestehenden AHA-Regeln sowie das regelmäßige Lüften weiterhin das wirksamste Mittel“, heißt es weiter. Die Mitarbeiter der Stadt und die Schulpflegschaften stünden über den Entwicklungsstand in engem und kontinuierlichem Austausch.

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