Stiftung unterstützt Musical-Bühne



Rietberg (bv) - Ganze 25 Minuten hat Musikpädagoge Paul-Leo Leenen gebraucht, die Familie-Osthushenrich-Stiftung in Gütersloh von dem speziellen Bildungsangebot des neu eingetragenen Vereins „Jugend-Musical-Bühne“ in Rietberg zu überzeugen. 4400 Euro gibt es als Unterstützung.

Die Familie-Osthushenrich-Stiftung fördert die Jugend-Musical-Bühne Rietberg mit 4400 Euro: (v. l.) Dieter Nowak von der Stadt Rietberg, Heinz Hüning, Paul-Leo Leenen, Darstellerin Maureen Schmidt, Werner Gehring und Dr. Burghard Lehmann. 

Spontan hat sich Dr. Burghard Lehmann, Geschäftsführer der Stiftung bereiterklärt, dem gemeinnützigen Jugendprojekt  unter die Arme zu greifen. Mit insgesamt 700.000 Euro pro Jahr unterstützt die Familie-Osthushenrich-Stiftung vielfältige Projekte, die zur Bildung und Erziehung von Kindern und Jugendlichen in Ostwestfalen beitragen.

Auch Werner Gehring, Vorsitzender der Stiftung, zeigte sich in einem Pressegespräch von dem Projekt begeistert und fand nach einem kleinen Rundgang auch anerkennende Worte für die Austragungsstätte, die Rietberger Cultura. Heinz Hüning, Vorstandsmitglied der Sparkasse Rietberg, erklärte: „Wir haben durch die Übernahme der Namensrechte für weitere zehn Jahre die Patenschaft für das Rundtheater übernommen. Wir freuen uns, dass die Jugend-Musical-Bühne diese hervorragende Spielstätte zusätzlich zu einem umfangreichen Programm mit Leben füllt“.

Vorläufer der Jugend-Musical-Bühne Rietberg war die Musical-AG der Realschule, die durch engagierte Aufführungen wie „Footloose“, „Fame“ und „Die Frau des Bäckers“ viel Beachtung fand. „Um die Jugendlichen zu halten und weiterhin intensiv zu fördern, haben wir den Verein gegründet“, erklärte Paul-Leo Leenen. Zwei ausgebildete Stimmbildner seien wöchentlich vor Ort, um mit den mit großem Interesse agierenden Jugendlichen zu arbeiten. Inzwischen sei ein echter Schub in der Leistung jedes Einzelnen zu beobachten.

Immerhin fünf Jungen und Mädchen verfolgen inzwischen das ehrgeizige Ziel, die anspruchsvollen Aufnahmeprüfungen an Hochschulen für Theater und Musik zu meistern. „Hier bieten wir zusätzliche Gehörbildung und Harmonielehre an“, sagte Leenen. Insgesamt zeige sich: „Das Geld ist hier sehr gut angelegt“.

Von den Fortschritten der jungen Darsteller können sich Musical-Liebhaber bei den Aufführungen von „Aida“ am 26., 27., 28. und 29. Mai, jeweils 19.30 Uhr, in der Cultura überzeugen. Leenen rechnet mit insgesamt 2000 Besuchern. Der Kartenvorverkauf läuft bereits. Die Aufführung von Disneys Originalfassung des Musicals „Die Schöne und das Biest“ steht für Dezember an. „Wir haben sechs Wochen verhandelt und dürfen als einzige Bühne in Deutschland das Stück spielen. Das ist für uns eine besondere Herausforderung“, sagte Leenen.

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