Tour zeigt Zukunft des Bauhofs Rietberg auf


Im September soll der bisherige Standort abgerissen werden. Auf der rund 9000 Quadratmeter großen Grundfläche entsteht der Neuland-Campus.

Setzten die Spaten an: (v. l.) Bürgermeister Andreas Sunder, Architektin Viola Lieneweg vom Gütersloher Büro GJL, Matthias Setter als Fachbereichsleiter Bauen, Mitarbeiter Ingmar Schmidt sowie Bauhofleiter Jens Hökenschnieder. Die ehemaligen Gelände-Besitzer Margarete Ellermann und Boris Besler schauten zu. Foto: Stadt Rietberg

Rietberg (gl) - Was entsteht auf dem jetzigen Bauhofgelände? Und wie groß wird Rietbergs neuer Bauhof? Diese und weitere Fragen haben sich mehr als 50 Bürger bei einem Spaziergang „von Bauhof zu Bauhof“ von Fachleuten erklären lassen. Zusammen mit Rathauschef Andreas Sunder besuchten sie zudem weitere Stationen auf der Wanderroute, die mit dem offiziellen Spatenstich an Rietbergs neuem Bauhof endete. 

Coworking-Space mit 190 flexiblen Arbeitsplätzen

Im September soll der bisherige Standort An den Teichwiesen abgerissen werden. Auf der rund 9000 Quadratmeter großen Grundfläche will, wie mehrfach berichtet, eine Investorengruppe den Neuland-Campus errichten – ein Coworking-Space mit 190 flexiblen Arbeitsplätzen. Diese Pläne stellte Initiator Christian Terhechte den Gästen vor. Mit der direkten Anbindung an Gartenschaupark und Naturschutzgebiet sollen demnach dort Arbeitsplätze im Grünen entstehen, an denen Ideen sprießen und Netzwerke entstehen können. „Wenn sich hier Unternehmen ansiedeln, ist das auch ein Gewinn für unsere Stadtgesellschaft“, meinte Sunder, der das Projekt nach Kräften unterstützt. Wenn alles nach Plan läuft, soll 2024 am Campus der Betrieb aufgenommen werden. 

Zu Fuß ging es anschließend weiter zur DRK-Seniorenbegegnungsstätte an der Dr.-Bigalke-Straße. Die wird derzeit nicht nur saniert, sondern auch erweitert. „Die Grundfläche wird fast verdoppelt“, erläuterte Architekt Josef Kleinewietfeld. Das Gebäude von 1970 hatte eine energetische Überholung dringend nötig. In dem Zuge wurden ebenfalls die Sanitäranlagen modernisiert. „Immerhin betreuen unsere 35 ehrenamtlichen Kräfte zweimal pro Woche mehr als 40 Seniorinnen und Senioren“, sagte Dieter Nowak, Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Rietberg. Immer mehr Menschen seien im Alter allein und nähmen gern das Angebot aus Spielen, Klönen, Kaffee und Kuchen in Anspruch. Derzeit nutzt der Verein übergangsweise den Saal der ehemaligen Gaststätte Henke an der Rathausstraße. 

Akteure setzen symbolischen Spatenstich

Eine weitere Neuheit begutachteten die Teilnehmer nur 450 Meter weiter westlich: Bürgermeister Sunder führte die Gruppe zu einer 22 Meter langen Brücke über die Ems, die die neuen Baugebiete In den Emswiesen mit der bestehenden Wohnbebauung verbindet. So sei ein attraktiver Fußgänger- und Radweg entstanden, hieß es. Letzte Station war die einstige Firma Ellermann an der Bokeler Straße 100, gleich hinter der Bundesstraße 64. Die Stadt hat das Gelände erworben, um dort den neuen Bauhof zu errichten. Zusammen mit Architektin Viola Lieneweg vom Gütersloher Büro GJL, Matthias Setter (Fachbereichsleiter Bauen), Mitarbeiter Ingmar Schmidt und Bauhofleiter Jens Hökenschnieder setzte Sunder dort den symbolischen ersten Spatenstich.

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