Berliner Kissen soll Verkehr in Sürenheide entschärfen



Um die Kreuzung Brummelweg/Zollhausweg/Königsberger Straße in Sürenheide zu entschärfen, will die Stadt ein Berliner Kissen installieren.

Die Gefahrenstelle Brummelweg/Zollhausweg/Königsberger Straße soll künftig mit einem Berliner Kissen entschärft werden. Dafür stimmte jüngst der Mobilitätsausschuss. Archivfoto: Berenbrinker

Sürenheide (matt) - Seit Jahren wird darüber diskutiert, wie der Kreuzungsbereich Brummelweg, Zollhausweg und Königsberger Straße sicherer gemacht werden kann. Jetzt soll ein Bündel mehrerer Maßnahmen – auch ohne den eigentlich favorisierten Kreisel – den Kreuzungsbereich entschärfen.

Tempo 30 auf dem Brummelweg geplant

Anstelle eines Kreisels kommen jetzt sogenannte Berliner Kissen zum Einsatz. Und zwar an allen vier Straßenmündungen. 3 Meter lang und 1,80 Meter breit könnten die Kissen ausfallen. Sie sollen den motorisierten Verkehr im eigenen Interesse zu einem vorsichtigeren Herantasten an die Haltelinie bewegen.

Diese werde durch eine Haifischzahnlinie gekennzeichnet. Wenige Meter davor soll das Tempo auf dem Brummelweg auf 30 Stundenkilometer heruntergebremst werden, indem eine Zone 30 geschaffen wird.

Anlieger wollen ihre Grundstücke nicht verkaufen

Das Stoppschild soll verschwinden, womit das Vorfahrtsrecht neu geregelt werden würde. Es würde dann Rechts-vor-Links gelten. Die favorisierte Lösung – der Bau eines Kreisels – kommt nicht in Frage, weil drei Anlieger, deren Grund und Boden für die Umsetzung gebraucht worden wäre, nicht mitspielen. 

„Die Gespräche haben in wirklich guter Atmosphäre stattgefunden“, betonte der Erste Beigeordnete Thorsten Herbst im Mobilitäts- und Verkehrsausschuss, aber am Ergebnis habe sich nichts geändert.

Ein Problem bleibt vorerst ungelöst

Die Anwohner wollen der Stadt kein Stück Land verkaufen. Damit ist der Kreisel Geschichte. Ein Problem bleibt aber ungelöst: Radfahrer aus Sürenheide Richtung Gütersloher Straße werden durch die Verkehrsführung nach wie vor gezwungen, den Brummelweg im erweiterten Kreuzungsbereich zu queren, um – von ihnen aus gesehen – auf den Fuß- und Radweg links zu kommen.

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