Boccia-Turnier am Alten Bahnhof in Kaunitz



48 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich am Sonntag beim Boccia am Alten Bahnhof in Kaunitz gemessen.

Beim Boccia versuchen die Spieler, dem Schweinchen – einer kleinen roten Kugel – mit ihren größeren Kugeln möglichst nahe zu kommen. Foto: Berenbrinker

Kaunitz (abb) - 48 Frauen und Männer haben am Sonntag am Alten Bahnhof das Schweinchen gejagt. Keine Sorge: In Kaunitz ist kein Ferkel geflüchtet.

Auf der Jagd nach dem Schweinchen

Vielmehr geht es um die siebte Auflage des Boccia-Turniers. Zu Beginn einer jeden Boccia-Runde wird das Schweinchen auf die Bahn geworfen. Dabei handelt es sich um eine kleine rote Kugel. 

Ziel des Spiels ist es dann, diesem Schweinchen mit den größeren Kugeln möglichst nahe zu kommen. Beim von Hans-Dieter Netenjakob organisierten Turnier in Kaunitz wird auf zwei Bahnen gespielt. Insgesamt zwölf Teams sind dabei.

Erinnerungen an die erste Ausgabe

Darunter zum ersten Mal auch drei Mannschaften aus Schloß Holte. Eigentlich möchte es ja keiner zugeben, aber Detlev Hoffmann vom FC Fürstenstube bringt es doch auf den Punkt. „Das ist manchmal auch Glück“, sagt er und erinnert sich schmunzelnd an die erste Auflage des Turniers. „Wir waren in der Nacht zuvor noch unterwegs und haben es krachen lassen“, sagt Hoffmann. 

Das Boccia-Turnier sei ein willkommener Anlass zum Ausnüchtern gewesen, und prompt habe man den Wettbewerb als erstes Team gewonnen. Die Bahnen in Kaunitz haben unterschiedliche Maße. Die Bahn direkt an der Holter Straße ist kleiner als die zweite auf dem Gelände des Alten Bahnhofs.

Das Team „Boule am Bahnhof“ gewinnt

„Die hat Champions-League-Maße“, sagt Hans-Dieter Netenjakob und lacht. 26,5 mal 4,5 Meter misst diese Bahn. „Der Unterschied der Bahnen ist beim Spielen spürbar“, sagt Netenjakobs Ehefrau Christa, die für das Team der Katholischen Frauengemeinschaft dabei ist.

Am Ende geht es bei allen Aktiven in erster Linie um den Spaß an der Freude und darum, einen unbeschwerten Tag zu erleben. Zum Sieger wurde am Ende das Team „Boule am Bahnhof“ mit Spielführer Reinhard Vorderbrügge gekürt.

Bürgermeister spricht von einer Trendsportart

Im Finale setzten die Männer sich gegen die Damen der Frauengemeinschaft durch. Auf Platz drei gelangte der FC Fürstenstube, auf Rang vier „Die Ahnungslosen“.

Boccia erfreut sich derzeit großer Beliebtheit, Bürgermeister Michael Esken sprach am Rande des Turniers von einer Trendsportart. Die Bahnen in Kaunitz wurden von der Dorfgemeinschaft angelegt und werden von ihr auch betrieben und gepflegt.

Boccia und Boule unterscheiden sich nur in Feinheiten

Beim Bau wurde eine Drainage gelegt, die Bahn geschottert und wie bei Tennisplätzen mit Lava-Sand belegt. An der Oberfläche befindet sich feiner Dolomitsand. Boccia und das verwandte Boule unterscheiden sich nur in Feinheiten. 

Während das italienische Boccia vornehmlich auf Bahnen wie in Kaunitz gespielt wird, bewegt man sich beim französischen Boule gern in der Natur, auf Wegen oder in Parks.

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